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Freitag, 18.03.2016

Bürgerprotest auf der B99

Anwohner haben in Ostritz gegen den erhöhten Transitverkehr demonstriert – und für mindestens anderthalb Stunden die Lkw aus der Stadt ferngehalten.

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Die Botschaft auf dem Banner ist deutlich: Den Anwohnern der B99 in Leuba, Ostritz und Hirschfelde reicht‘s.
Die Botschaft auf dem Banner ist deutlich: Den Anwohnern der B99 in Leuba, Ostritz und Hirschfelde reicht‘s.

© Jan Lange

  • Die Botschaft auf dem Banner ist deutlich: Den Anwohnern der B99 in Leuba, Ostritz und Hirschfelde reicht‘s.
    Die Botschaft auf dem Banner ist deutlich: Den Anwohnern der B99 in Leuba, Ostritz und Hirschfelde reicht‘s.
  • Auf dem Marktplatz in Ostritz begann die Protestaktion.
    Auf dem Marktplatz in Ostritz begann die Protestaktion.
  • Anschließend liefen sie auf der B99 entlang.
    Anschließend liefen sie auf der B99 entlang.

Ostritz. Mit dem Transparent „Rote Karte dem Transit!“ voran laufen Bürger auf der B99 entlang durch Ostritz. Abgase, Ruß, Lärm, Häuserschäden, Unfälle – sie haben genug davon. Heute Nachmittag protestierten die Anwohner gegen den erhöhten Lkw-Verkehr, den sie seit Monaten ausgesetzt sind. „Die B99 ist dafür nicht ausgelegt“, sprach Peter Engler als Betroffener und Mitinitiator der Aktion zu den Demonstrierenden, die sich dazu 15 Uhr auf dem Ostritzer Marktplatz versammelten.

Von dort starteten Anwohner aus Leuba, Ostritz, Hirschfelde sowie Ortschafts- und Stadträte – mit roten Karten und Pappschildern in der Hand – zur B99, liefen von der ehemaligen Gaststätte „Stadt Dresden“ aus bis zur evangelischen Kirche. Die Lkw konnten den Abschnitt bis zum Ende des Protests, 17 Uhr, nicht befahren. Die Polizei leitete den Transit-Verkehr weiträumig um. Autos ließen die Beamten hingegen durch. Sie konnten während der Demonstration über den Marktplatz ausweichen.

Neben Anwohner Peter Engler äußerte sich auch Stadtrat Michael Deckwart (FDP). Er wies daraufhin, eine Sammelpetition unter dem Motto „Stoppt den Transitverkehr“ auf den Weg zu bringen. Damit soll mehr Druck ausgeübt werden. Eine Einzelpetition hat bereits Peter Engler an den Landtag geschickt, die inzwischen an den Ausschuss gegangen ist.

Das Transparent soll nun an den Häusern der B99 in Hirschfelde aufgehängt werden. Ebenfalls geplant ist, in einigen Wochen erneut zu protestieren.

Seit einem Jahr spüren die Anwohner den erhöhten Lkw-Verkehr. Bis Anfang 2015 fuhren die aus Tschechien kommenden Laster über die Verlängerung der B178n in Polen bis kurz vor die Grenze und bogen dann auf die Straße Sieniaka-Turow ab. Seit die Strecke wegen einer maroden Brücke gesperrt ist, fahren sie Umleitungen. Die kürzeste führt über Bogatynia. Die Stadt jedoch wehrte sich, in dem sie die Durchfahrt für Autos mit einem Gewicht über zwölf Tonnen gesperrt hat. Seit dem fahren die Laster über die B99 durch Hirschfelde und Ostritz. Bisher sah sich das Landesamt für Straßenbau und Verkehr außerstande zu reagieren, weil Bundesstraßen ausdrücklich für die Aufnahme von Schwerverkehr vorgesehen sind.

Stattdessen hat der Landkreis im Februar Ampeln auf dem Abschnitt zwischen „Stadt Dresden“ und evangelischer Kirche in Ostritz aufgestellt, um den Begegnungsverkehr in der engen Tempo-30-Zone zu unterbinden. (szo/tc mit jl)

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