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Mittwoch, 09.01.2013

Bisher 94 registrierte Norovirus-Erkrankungen in Sachsen

Weniger Erkrankungen als im Vergleichszeitraum der Vorjahre.

Dresden. In diesem Jahr sind in Sachsen bisher 94 Magen-Darm-Erkrankungen durch Noroviren nachgewiesen worden - viel weniger als im Januar der Vorjahre. Auch wenn noch die Daten aus einem der 13 Landkreise fehlen, zeichne sich derzeit keine auffällige Zunahme ab, sagte ein Sprecher des Sozialministeriums am Mittwoch unter Verweis auf die Statistik. 2012 waren es zu Jahresbeginn mehr als 400, im Jahr davor fast 300 und 2010 rund 700. Auch im Dezember 2012 erkrankten mit 1637 Menschen nur nahezu halb so viele an von Noroviren ausgelösten Brechdurchfall wie im Vorjahresmonat.

Das hochansteckende Norovirus führt zu Durchfall und Erbrechen und geht oft mit Schmerzen, Übelkeit und Fieber einher. Es breitet sich vermehrt im Winter aus, weil Menschen dann oft in geschlossenen Räumen zusammen sind. Starke Erkrankungswellen gibt es, wenn neue Genotypen auftreten, gegen die die Bevölkerung noch nicht immun ist. Schutz bietet nur strenge Hygiene.

Erst im vergangenen Herbst hatten im Freistaat - wie in ganz Ostdeutschland - Tausende an Brechdurchfall gelitten. Von der Epidemie mit Magen-Darm-Erkrankungen waren mehr als 10.000 Kinder und Jugendliche betroffen, mehr als ein Drittel davon in Sachsen. Noroviren wurden in 104 Fällen als Erreger nachgewiesen. (dpa)

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