erweiterte Suche
Donnerstag, 12.10.2017

Berufung gegen Urteil im Gemkow-Prozess

Leipzig. Der Prozess um die Buttersäure-Attacke auf die Wohnung des sächsischen Justizministers Sebastian Gemkow (CDU) geht in eine neue Runde. Staatsanwaltschaft und Verteidigung haben Berufung gegen das Urteil eingelegt, wie das Amtsgericht Leipzig am Donnerstag mitteilte.

Der Fall werde nun am Landgericht Leipzig neu verhandelt. Zuvor hatte die „Leipziger Volkszeitung“ berichtet. Ein 30-Jähriger aus der rechten Fußballszene war zu zwei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden. Das Amtsgericht sprach den einschlägig Vorbestraften im September der versuchten gefährlichen Körperverletzung sowie der Sachbeschädigung schuldig.

Das Gericht hatte es als erwiesen angesehen, dass der Mann am 24. November 2015 mit bis zu neun unbekannten Komplizen die Fensterfront der Erdgeschosswohnung mit schweren Granitsteinen attackiert hatte. Die Scheiben waren mit einer Schlagschutzfolie gesichert. Trotzdem landeten zwei Steine im Wohnzimmer. Anschließend wurden mit Buttersäure gefüllte Weihnachtsbaumkugeln hinterhergeworfen. Gemkow schlief zu der Zeit mit seiner Familie in der Wohnung. Verletzt wurde niemand.

In dem Prozess war noch ein zweiter Mann angeklagt. Der 30-Jährige konnte jedoch seine Unschuld beweisen, er wurde freigesprochen. Dagegen richtet sich die Berufung laut Amtsgericht nicht. (dpa)

Leser-Kommentare

Insgesamt 0 Kommentare

    Ihr Kommentar zum Artikel

    Bitte füllen Sie alle Felder aus.

    Verbleibende Zeichen: 1000
    Text Bitte geben Sie die abgebildete Zeichenfolge ein