Freitag, 04.01.2013

Bahn und Sachsen planen Streckenausbau Chemnitz-Leipzig

Chemnitz gilt als industrielles Herz Sachsens. Doch die Region ist verkehrstechnisch nicht ganz einfach zu erreichen. Das behindert die Entwicklung. Deshalb soll die Bahnanbindung verbessert werden.

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Für die weitere Elektrifizierung im Rahmen des Streckenausbaus eines 36 Kilometer langen Reststücks der Bahnverbindung von Chemnitz nach Leipzig kann ab heute begonnen werden. Dafür haben heute in Chemnitz das sächsische Wirtschaftsministerium und die DB einen Vertrag unterzeichnet.
Für die weitere Elektrifizierung im Rahmen des Streckenausbaus eines 36 Kilometer langen Reststücks der Bahnverbindung von Chemnitz nach Leipzig kann ab heute begonnen werden. Dafür haben heute in Chemnitz das sächsische Wirtschaftsministerium und die DB einen Vertrag unterzeichnet.

©dpa

Chemnitz. Für den weiteren Ausbau der Bahnverbindung von Chemnitz nach Leipzig kann die Vorplanung beginnen. Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) und der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn AG für Sachsen, Artur Stempel, haben dazu am Freitag in Chemnitz einen Vertrag unterzeichnet. Der Freistaat stellt im aktuellen Haushalt bis 2014 insgesamt 12 Millionen Euro bereit. Bei dem Streckausbau soll unter anderen ein 36 Kilometer langes Reststück elektrifiziert werden. Die Vorplanung soll klären, ob eine Streckenführung über Borna oder Bad Lausick verkehrstechnisch und wirtschaftlich günstiger ist. In diesem Frühjahr soll die Aufnahme des Ausbauprojekts in den Bundesverkehrswegeplan beantragt werden.

Morlok bezeichnete den Beginn der Vorplanungen als „wichtigen Schritt.“ Die Anbindung des südwestsächsischen Raumes an den Schienenpersonenfernverkehr sei ein vorrangiges Ziel des Freistaates. Stempel zufolge sollen „klare Aussagen über das Mögliche und Machbare“ gewonnen werden. Die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) äußerte sich „froh, dass mit der Unterzeichnung die Vorplanungen für die Elektrifizierung tatsächlich beginnen.“

Die Unterzeichnung eines Vertrages reiche nicht aus, warnte hingegen die verkehrspolitische Sprecherin der Grünen im Landtag, Eva Jähnigen. „Solange die Strecke nicht in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wird, liegt die Elektrifizierung in weiter Ferne.“ Der von Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) versprochene Bahn-Masterplan müsse endlich auf den Tisch, um so den Druck für die Wiederanbindung der Chemnitzer Region an den Bahnverkehr zu erhöhen.

Der jetzigen Vertragsunterzeichnung war im Juni 2012 in Chemnitz ein „Bahngipfel Sachsen“ vorausgegangen. Damals hatten Bahn und Regierung vereinbart, den Ausbau der Strecke Chemnitz-Leipzig zu prüfen. (dpa)

Leser-Kommentare

Insgesamt 1 Kommentar

  1. Kristina Herrmann

    Wir wohnen mit unserem Einfamilienwohnhaus in einer Wohnsiedlung in unmittelbarer Nähe der Eisenbahnstrecke Chemnitz - Leipzig in Burgstädt. Mich würde brennend interessieren, inwieweit hierbei an Schallschutzmaßnahmen gedacht wird. Wir möchten unseren Lebensabend nach einem arbeitsreichen Leben einmal in Ruhe im Garten oder auf der Terrasse und nicht bei ständigem Lärm verbringen. Wer ist denn mit der Planung beauftragt ? Ich bdanke mich bei Ihnen und verbleibe mit freundlichen Grüßen Kristina Herrmann

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