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Montag, 07.03.2016

Aktivisten besetzen Bäume am Tagebaurand

Die Gruppe will verhindern, dass der Tagebau Nochten erweitert wird. Vattenfall prüft, wie man reagiert.

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Fünf Aktivisten besetzen Bäume an der Rodungsgrenze am Tagebau bei Mühlrose.
Fünf Aktivisten besetzen Bäume an der Rodungsgrenze am Tagebau bei Mühlrose.

© André Schulze

  • Fünf Aktivisten besetzen Bäume an der Rodungsgrenze am Tagebau bei Mühlrose.
    Fünf Aktivisten besetzen Bäume an der Rodungsgrenze am Tagebau bei Mühlrose.
  • Einer der Aktivisten seilt sich von einem Baum ab.
    Einer der Aktivisten seilt sich von einem Baum ab.
  • Bis hierher ist der Wald bereits für den Tagebau gerodet.
    Bis hierher ist der Wald bereits für den Tagebau gerodet.

Weißwasser/Nochten. Umweltaktivisten der Gruppe Lautonomia haben mehrere Bäume im Tagebau Nochten besetzt. In einer Aktion am frühen Sonnabendmorgen haben sie auf drei Eichen am Rand des Abbaugebietes bei Mühlrose Plattformen errichtet. Bis jetzt besetzen fünf Aktivisten die Bäume, weitere Unterstützer verteilen Flugblätter in Schleife. Ziel ist es, den Tagebau zu stoppen und die Erweiterung des Tagebaus zu verhindern. Geplant war in diesem Bereich ursprünglich ein weiteres Abbaugebiet, der Tagebau Nochten II. „Jetzt, durch den Verkauf der Braunkohlesparte, ist manches vielleicht doch nicht so sicher“, so einer der Aktivisten. Vattenfall-Sprecherin Kathi Gerstner bestätigte, dass die Besetzer sich auf Vattenfall-Gelände befinden. „Der aktuelle Betrieb ist dadurch nicht behindert“, sagte Gerstner. Es werde jetzt geprüft, wie reagiert werden soll. Die Aktivisten haben sich jedenfalls auf einen längeren Aufenthalt eingerichtet. (szo)