Freitag, 18.01.2013

44-Jährige wegen Säureangriffs auf Rivalin angeklagt

Görlitz. Mehr als zwei Jahre nach dem Säureanschlag auf eine Rivalin hat die Staatsanwaltschaft Görlitz eine 44-jährige Frau wegen schwerer Körperverletzung angeklagt. Ihr wird vorgeworfen, die neue Lebensgefährtin an der Seite ihres Ex-Freundes am 19. November 2010 mit einem Liter 96-prozentiger Schwefelsäure übergossen zu haben, als diese die Haustür öffnete, teilte die Behörde am Freitag in der Neißestadt mit. Das Opfer habe Verätzungen zweiten und dritten Grades im Gesicht, am Hals und an den Armen erlitten und sei durch die Narben dauerhaft entstellt.

Hintergrund der Tat war ein Beziehungskonflikt, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Till Neumann. Zunächst sei wegen versuchten Mordes ermittelt worden. Der Nachweis, dass die Frau den Tod des Opfers in Kauf nahm, habe aber nicht erbracht werden können. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Frau die inzwischen 41-Jährige auf Dauer für ihren Partner unattraktiv machen wollte. Sie war nach der Tat verhaftet, nach einem halben Jahr aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden. (dpa)

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