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Montag, 21.03.2016

28-Jähriger gesteht Mord an Mitbewohner

Leipzig. Ein 28-jähriger Mann hat gestanden, einen Mitbewohner in einem Asylbewerberheim in Delitzsch (Nordsachsen) getötet zu haben. Er habe zweimal mit einem Küchenmesser zugestochen, sagte der Mann am Montag zu Beginn des Prozesses am Landgericht Leipzig.

Das Opfer starb noch vor Ort. Der tödliche Streit ereignete sich in der Nacht auf den 1. September 2015. Der 28-Jährige ist wegen Totschlags angeklagt. Er stammt aus Marokko, das Opfer aus Tunesien.

Er sagte, er und das spätere Opfer hätten zunächst zusammen Alkohol getrunken. Es sei ein Streit ausgebrochen. Der Tunesier habe ihn erst mit der flachen Hand und danach mit einer Flasche gegen den Kopf geschlagen.

Er sei ins Haus geflohen und - kurz darauf mit dem Messer zurückgekommen. Er habe sich in seiner Ehre verletzt gefühlt und Angst gehabt. Zudem gab er an, Probleme mit Alkohol zu haben.

Die Aussagen des Angeklagten wurden von einem Dolmetscher übersetzt. Der Prozess wird am 8. April fortgesetzt. (dpa)