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Mittwoch, 03.01.2018

Schmidt fordert Tierwohl-Label

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt will ein staatliches Label für mehr Tierwohl. (Archivfoto)
Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt will ein staatliches Label für mehr Tierwohl. (Archivfoto)

© Ralf Hirschberger / dpa-Zentralbild / dpa

Berlin. Für Fleisch von besser gehaltenen Tieren würden die meisten Verbraucher in Deutschland mehr bezahlen. Das geht aus dem Ernährungsreport 2018 hervor, den Bundeslandwirtschafts-minister Christian Schmidt (CSU) am Mittwoch in Berlin vorstellte.

47 Prozent wären auf jeden Fall und 43 Prozent eher bereit, mehr Geld für Fleisch mit einem staatlichen Tierwohl-Label auszugeben. Schmidt sagte, ein Tierwohl-Label stehe weiter auf der Agenda. Vier von fünf Verbrauchern wünschten ein solches Label. Er gehe davon aus, dass die Einführung eines staatlichen Labels bei den Gesprächen zur Regierungsbildung eine Rolle spielen werde.

Schmidt hatte das Tierwohl-Label schon im vergangenen Jahr angekündigt, es aber nicht umgesetzt. Tierschutzverbände lehnen die Kriterien als zu wenig streng ab. Dem Ernährungsreport zufolge erwarten die meisten Konsumenten nicht nur eine artgerechte Haltung der Masttiere, sondern auch eine gute Qualität der Produkte und eine faire Bezahlung der Mitarbeiter in der Landwirtschaft und Verarbeitung. Ein Drittel erwartet darüber hinaus einen schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen.

Weiterhin essen laut dem Report knapp ein Drittel der Befragten jeden Tag Fleisch oder Wurst, die Mehrheit mehrfach in der Woche. Drei Viertel der Befragten haben Freude am Kochen, 43 Prozent kochen täglich, 38 Prozent mehrmals die Woche.

Für den Report hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Herbst 2017 rund 1 000 Bürgerinnen und Bürger ab 14 Jahren zu ihren Ess- und Einkaufsgewohnheiten befragt. Es ist der dritte Ernährungsreport im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums. (epd)

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