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Mittwoch, 23.10.2013

Neue Rivalen für das iPad

Der Wettstreit um den besten Flachrechner geht in die nächste Runde – seit gestern mit Nokia als Mitbewerber. Apple legt nach.

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Äußerlich sehen die meisten Tablet-PCs ziemlich gleich aus. Auch das Betriebssystem macht die Differenzierung nicht immer leichter: Das Lumia 2520.
Äußerlich sehen die meisten Tablet-PCs ziemlich gleich aus. Auch das Betriebssystem macht die Differenzierung nicht immer leichter: Das Lumia 2520.

© dpa

  • Äußerlich sehen die meisten Tablet-PCs ziemlich gleich aus. Auch das Betriebssystem macht die Differenzierung nicht immer leichter: Das Lumia 2520.
    Äußerlich sehen die meisten Tablet-PCs ziemlich gleich aus. Auch das Betriebssystem macht die Differenzierung nicht immer leichter: Das Lumia 2520.
  • Das Microsoft Surface 2 Pro – beide laufen mit Windows.
    Das Microsoft Surface 2 Pro – beide laufen mit Windows.
  • Das neue iPad Air macht da einen eigenständigeren Eindruck.
    Das neue iPad Air macht da einen eigenständigeren Eindruck.

Nokia, Apple und Microsoft haben den gestrigen Dienstag zum „Tablet Tuesday“ gemacht. Während Nokia seinen ersten Tablet-PC überhaupt vorstellte, startete Microsoft den Verkauf seines Modells Surface 2. Am Abend dann präsentierte Apple neue iPad-Modelle. Erzrivale Samsung bleibt Neuheiten schuldig – vorerst.

Insgesamt folgt die Branche gegenläufigen Trends. Da gibt es zum Beispiel die Phablets – wie das Kunstwort aus „Phone“ und „Tablet“ andeutet, Zwitter aus Mini-Tablet und Riesen-Smartphone. Andererseits sind Gerüchten zufolge Tablets im Zwölf-Zoll-Format in Arbeit. Deren Displays messen in der Diagonale also über 30 Zentimeter. Mehr haben auch viele Notebooks nicht.

Nokia: Das erste Tablet überhaupt

Nokia steigt mit mehreren Modellen in die Welt der Tablet-PCs ein. Der gestern vorgestellte iPad-Konkurrent heißt Lumia 2520 und hat ein gut zehn Zoll großes Full-HD-Display. Ein schneller Vierkernprozessor gibt den Takt an. Neben einem LTE-Modul für schnellen Internetzugang gehören zwei Gigabyte Arbeitsspeicher, 32 Gigabyte Hauptspeicher, eine Kamera mit 6,8 Megapixeln und zwei USB-Schnittstellen zur Ausstattung. Als Betriebssystem läuft die aufgefrischte Windows-Software RT 8.1. Was das Lumia 2520 in Euro kosten wird, steht noch nicht fest. In den USA soll es noch vor Weihnachten für knapp 500 Dollar zu haben sein. Hierzulande startet der Verkauf voraussichtlich Anfang 2014.

Parallel kommen zwei Phablets auf den Markt. Mit ihren Sechs-Zoll-Displays sind sie etwas größer als aktuelle Smartphones, aber kleiner als die beliebten Mini-Tablets à la Google Nexus 7 oder iPad mini. Sowohl das Lumia 1520 als auch das 1320 laufen mit Windows Phone 8. Das 1520 ähnelt in vielen Ausstattungsdetails seinem Tablet-Bruder, hat aber eine etwas höher auflösende Kamera. Das günstigere Lumia 1320 kommt dagegen deutlich abgespeckter daher, passt mit seinem Gewicht von 220 Gramm und fast einem Zentimeter Dicke aber nicht mehr in jede Tasche.

Microsoft: Unterwegs ins Büro

Nokias Software-Lieferant Microsoft ist schon weiter: Die neuen Tablet-PCs Surface 2 und Surface Pro 2 sind seit gestern in 21 Ländern erhältlich. In Deutschland gebe es die Geräte im Handel sowie über den Microsoft Store, teilte der Konzern mit. Dem Surface 2 spendiert Microsoft eine Light-Version seiner Bürosoftware Office, mit der sich Word-Dateien oder Excel-Tabellen auch unterwegs bearbeiten lassen. Das Surface Pro 2 mit Intel-Chip ist dagegen ein vollwertiger PC in Gestalt eines Tablets. Im Vergleich zur ersten Generation punkten die beiden neuen Modelle mit geringerem Gewicht, besseren Displays und schnellerer Rechenleistung. Das Surface 2 kostet je nach Ausstattung 430 bis 530 Euro, die Pro-Variante zwischen 880 und 1.880 Euro.

Apple: Dünner, leichter, schneller

Wie gewohnt brodelte die Gerüchteküche, jetzt ist klar: Auch die Erfinder des iPads haben neue Tablets am Start. Die gestern Abend vorgestellte fünfte Generation des Bestsellers heißt iPad Air und ist ab 1. November erhältlich. Das Gerät ist im Vergleich zum Vorgängermodell fast um die Hälfte dünner und laut Apple das leichteste Tablet in Standardgröße. Damit ist gemeint, dass ein Bildschirm mit zehn Zoll Bilddiagonale verbaut wurde. Preise in Euro standen zu Redaktionsschluss noch nicht fest. In den USA soll das iPad Air mit 16 Gigabyte Speicher knapp 500 Dollar kosten. Die Variante mit schnellem Funk-Internet LTE kostet rund 630 Dollar.

Außerdem kommt ein neues iPad mini mit Retina-Display heraus. Dessen superscharfer Bildschirm war bisher dem großen iPad vorbehalten. Die Preise für das Bonsai-Tablet im Acht-Zoll-Format liegen bei knapp 400 oder 530 Dollar. Konkurrenten wie das Nexus 7 von Google oder Amazons Kindle Fire HDX 7 kosten weniger.

Ob das Apples Verkaufszahlen schmälert, muss sich noch zeigen. Der Konzern hat laut eigenen Angaben bisher rund 170 Millionen iPads verkauft. Bei den Betriebssystem-Marktanteilen liegt aber inzwischen Google vorn (s. Grafik). (are/dpa)

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