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Dienstag, 29.04.2008

Paare kommen häufiger zum Höhepunkt als Singles

München - Sex in einer festen Beziehung scheint entgegen weit verbreiteter Vorurteile nicht langweilig zu sein: Denn mit einer fortdauernden Beziehung steigt tendenziell die Orgasmushäufigkeit - vor allem bei den Männern. Das geht aus einer Untersuchung des Kondomherstellers Durex aus München hervor, bei der mehr als 26 000 Menschen in 26 Ländern befragt wurden. Von allen Männern haben diejenigen am häufigsten einen Orgasmus, die mit ihrer Partnerin zusammenleben. Bei den Frauen sind es diejenigen mit Partner, aber getrennten Wohnungen.

Sich beim One-Night-Stand fallen zu lassen, scheint dagegen vor allem für Frauen schwieriger zu sein: Lediglich 22 Prozent der weiblichen Singles in Deutschland gaben an, bei flüchtigen Verabredungen immer oder fast immer zum Höhepunkt zu kommen. Dagegen haben der Studie zufolge 43 Prozent der Frauen in einer festen Beziehung regelmäßig einen Orgasmus.

Alles in allem scheint es den Deutschen recht leicht zu fallen, zum Höhepunkt zu gelangen. 55 Prozent der Befragten erklärten, sie kämen immer oder fast immer zumOrgasmus, weltweit sagen das nur 48 Prozent. Allerdings gibt es auch in Deutschland einen große Unterschied zwischen Männern und Frauen: So haben 80 Prozent der Männer (weltweit 63 Prozent) fast immer einen Orgasmus, aber nur 33 Prozent der Frauen (weltweit 32 Prozent).

Dabei kommen Frauen leichter zum Höhepunkt, wenn sie selbst Hand anlegen: 43Prozent gelingt dies vor allem durch Masturbation, 23 Prozent durch Geschlechtsverkehr. Bei den Männern sieht das der Studie zufolge anders aus: 34 Prozent berichten, am leichtesten zusammen mit ihr zum Orgasmus zu kommen. 21 Prozent fällt das leichter durch Selbstbefriedigung. Der Höhepunkt selbst gefällt Frauen und Männern in Deutschland gleichermaßen gut: 68 Prozent der Männer und 67 Prozent der Frauen erklärten, sie seien mit der Intensität des Orgasmus zufrieden.

Die Ergebnisse gehen aus der dritten Welle des Durex Sexual Wellbeing Global Survey hervor. Er trägt den Titel „The Big O“. Die vorangegangene Auswertung beschäftigte sich vor allem mit der Kommunikation über Liebesdinge. (dpa)