Donnerstag, 14.02.2013
Falsche Garnelen
Imitate aus Surimi
Surimi ist vielen vom Sushi-Essen vertraut: Das Fischerzeugnis, das da auf einem Reisklecks liegt, sieht aus wie eine Garnele, ist aber keine. „Surimi besteht meistens aus Alaskaseelachs, der filetiert, entgrätet, zerkleinert und gewaschen wird“, sagte Sandra Kess vom Fisch-Informationszentrum. Auch blauer Wittling werde manchmal verwendet.
Viele Leute glauben, Surimi werde aus Fischresten gemacht. Ein Irrtum: „Für Surimi werden keine Gräten, Fischköpfe oder -schwänze verwendet, sondern nur das Fischfilet.“ Das geschehe meist direkt nach dem Fang schon auf Fabrikschiffen, sagt Kess. Nach dem Entgräten, Zerkleinern und Waschen entsteht ein Fischbrei, der zunächst in Blöcken tiefgekühlt wird. Durch die Zugabe von Sorbit, Phosphaten, Wasser und weiteren Zutaten wird die eiweißreiche Masse nach weiteren Verarbeitungsschritten in Form gepresst und wärmebehandelt. Typisch sei etwa die Form von Garnelen oder Krebsscheren, so Kess. Die für Krustentiere typische rote Farbe erhalte die Masse durch Paprika. (dpa)