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Donnerstag, 05.10.2017

Die neue iPhone-Generation im Praxistest

Der Hype hat sich gelegt. Doch Apple hat bei Nummer 8 einige Verbesserungen umgesetzt.

Beim iPhone 8 ist jetzt auch drahtloses Laden möglich.
Beim iPhone 8 ist jetzt auch drahtloses Laden möglich.

© dpa

Von der äußeren Form hat sich beim iPhone 8 gegenüber dem Vorgängermodell kaum etwas geändert. Im Gegensatz zum iPhone 7 mit Aluminiumgehäuse verbaut Apple auf der Rückseite allerdings nun Glas. Damit wird es erstmals möglich, ein iPhone auch drahtlos aufzuladen, indem man es einfach auf eine Ladematte legt, ohne das Smartphone mit einem Ladekabel anzustöpseln.

Wer das iPhone 8 besonders schnell aufladen möchte, sollte ein USB-C-Netzteil mit einem Lightning-Kabel einsetzen. Der Schnellladevorgang („50 Prozent Kapazität in einer halben Stunde“) funktioniert aber auch mit anderen USB-C-Ladestationen („USB-C mit Power Delivery“). Das mitgelieferte 5-Watt-Netzteil beherrscht die Schnellladung nicht. Trotz des kleineren Akkus bewegt sich die Laufzeit der neuen iPhones ungefähr auf Vorgängerniveau. Über Nacht ist bei normaler Nutzung neuer Ladestrom nötig.

Das iPhone 8 mit dem 4,7-Zoll-Display zeigt wie das Vorgängermodell 1 334 x 750 Pixel an, bei den Plus-Modellen (5,5 Zoll) liegt die Auflösung bei 1920 x 1080 Pixel. Trotzdem fällt eine Änderung sofort auf: Das iPhone 8 unterstützt nun die True-Tone-Technik, die bislang dem iPad Pro vorbehalten war. Sie passt die Farbtemperatur des Bildschirms an das Umgebungslicht an, so dass Farben immer realistisch aussehen.

Ein wenig verbessert hat Apple auch die 12-Megapixel-Kamera. Im Vergleich zum iPhone 7 erscheinen nun noch etwas mehr Details der fotografierten Oberflächen. Dabei macht sich bemerkbar, dass Apple dem iPhone 8 einen größeren und schnelleren Sensor und einen neuen Farbfilter spendiert hat. Apple hat außerdem eine bessere Isolierung der einzelnen Pixel-Zellen umgesetzt, um ein Überstrahlen des Lichts besser zu verhindern und somit weniger Rauschen zu produzieren.

Beim iPhone 8 Plus verfügt allerdings nur eine der beiden Linsen über eine optische Bildstabilisierung. Den Verwackelschutz für beide Linsen hat Apple dem künftigen Spitzenmodell iPhone X vorbehalten. Spektakulär ist die neue Kamera-App im Porträt-Modus. Hier kann man verschiedene Lichtszenarien anwenden und unter anderem in einem „Bühnenlicht“-Modus die Person virtuell vor einen schwarzen Hintergrund stellen.

Drahtloses Laden, schnellerer Chip, bessere Kamera: Das iPhone 8 setzt sich behutsam vom Vorgänger ab, hätte aber nach der bisherigen Systematik von Apple wohl eher den Namen iPhone 7S verdient. Die wirklich neue Generation gibt es erst im November 2017, wenn das iPhone X auf den Markt kommt.

Das iPhone 8 mit 64 Gigabyte Speicher kostet knapp 800 Euro, mit 256 GB ist es für knapp 970 Euro zu haben. Das größere iPhone 8 Plus mit einer Doppellinse startet bei knapp 910 Euro (64 GB) und kostet dann in der größten Version (256 GB) knapp 1080 Euro. (dpa)

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