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Donnerstag, 21.09.2017

Das sagen Krebsorganisationen: PRO

PRO: Krankheiten haben immer eine körperliche und eine seelische Komponente – das ist die Meinung der Gesellschaft für biologische Krebsabwehr.

Einen wissenschaftlichen Beweis für eine „Krebspersönlichkeit“ gibt es zwar nicht, doch werden die beschriebenen Charakterzüge von den Menschen, die bei uns Rat suchen, übermäßig häufig repräsentiert. Unser ganzheitlicher Ansatz spricht aber möglicherweise auch nur einen bestimmten Typus von Menschen an. Deshalb sind das rein subjektive Eindrücke aus der mehr als 30 Jahre langen Betreuung von Krebspatienten. Unsinn ist es jedoch, dass eine bestimmte Charaktereigenschaft Krebs auslösen kann.

Der Zusammenhang von seelischem Stress und einer schweren Erkrankung – es muss nicht unbedingt Krebs sein – liegt jedoch klar auf der Hand. Lange psychische Belastungen sind ein Risiko, das die Medizin zu wenig im Blick hat. Denn dieser Stress drosselt die Immunabwehr. So wurde bereits nachgewiesen, dass Stresshormone biochemische Veränderungen in den Zellen auslösen, die auch die Entstehung von Tumoren begünstigen können. Außerdem führt Stress vielfach dazu, dass Betroffene dann mehr Alkohol trinken, sich erschöpfen und weniger bewegen. Doch nicht das gesundheitsschädliche Verhalten ist aus unserer Sicht krankheitsursächlich, sondern der Stress, der diese Verhaltensänderung zur Folge hat. Dass Betroffene dann Schuldgefühle haben, ist dabei durchaus möglich. Eine gute psychoonkologische Begleitung hilft aber , solche Gefühle einzuordnen und zu verarbeiten.

Eine kämpferische Einstellung ist ein Motor in der Krankheitsbewältigung, aber keine Garantie. Spontane Heilungen gibt es oft bei Menschen mit einem starken Willen, doch der ist nicht jedem gegeben. Die beste Wirksamkeit haben Therapien, von denen die Patienten wirklich überzeugt sind und hinter denen sie stehen. Das kann die Chemo genauso sein wie eine biologische Methode. Deshalb ist es wichtig, wenn Patienten Verantwortung für sich übernehmen und ihren Weg durch die Krankheit finden. Angehörige sollten die Erkrankten deshalb nicht zu einer bestimmten Therapie drängen. Sie helfen ihnen, wenn sie Offenheit und Interesse an dem Menschen signalisieren. Zum Beispiel mit der Aussage: Egal, was du brauchst, ich begleite dich und stehe an deiner Seite.