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Mittwoch, 19.10.2016 Neue SZ-Serie

Auf den Zahn gefühlt

Die SZ erklärt in einer großen Serie, was die Kasse zahlt – und was nicht.

Die große Gesundheitsserie „Auf den Zahn gefühlt“ erscheint ab Samstag bis Anfang Dezember zweimal wöchentlich in der SZ.
Die große Gesundheitsserie „Auf den Zahn gefühlt“ erscheint ab Samstag bis Anfang Dezember zweimal wöchentlich in der SZ.

© yodiyim/iStock

Es erwischt fast jeden – meist ab Mitte 40: Der Zahn ist mit einer Füllung nicht zu retten und muss überkront werden. Doch für Kronen oder Brücken zahlen die Kassen nur einen Teil der Kosten. Hochwertiger Zahnersatz, wie ein Implantat, kann schnell mehrere tausend Euro kosten. Versicherungen bieten deshalb Zahnzusatzpolicen an, die die finanzielle Belastung mindern sollen. Doch die Zahl der Anbieter und der verschiedenen Tarife sind für Laien kaum überschaubar. Die Stiftung Warentest hat in ihrer gestern erschienen Zeitschrift Finanztest deshalb über 200 Zahnzusatzversicherungen überprüft. Die gute Nachricht: Im Vergleich zum letzten Test 2014 gibt es noch mehr sehr gute und gute Angebote. Insgesamt 66-mal vergaben die Tester die Note sehr gut und 59-mal gut (alle Ergebnisse in Finanztest, Heft 11).

Mit den leistungsstärksten Tarifen, so das Testergebnis, lässt sich der Eigenanteil des Patienten selbst bei teurem Zahnersatz auf fünf bis 20 Prozent der Gesamtkosten verringern. Der Modellkunde, der beim Abschluss 43 Jahre alt war, musste dafür im Monat zwischen zehn und 55 Euro zahlen.

Anders als bei anderen Zusatzversicherungen hängt die Höhe der Prämie beim Zahnersatz weniger vom Gesundheitszustand des Versicherten ab, sondern von den vereinbarten Leistungen. Die meisten Verträge schließen aber Vorerkrankungen oder bereits vorhandene Zahnlücken aus. Beim Abschluss einer Police sollten Versicherte außerdem auf Wartezeiten achten: Üblich sind acht Monate, bis die Versicherung zahlt. Danach sind die Leistungen oft für weitere drei bis fünf Jahre gestaffelt.

Doch was dürfen Füllung, Krone oder Implantat eigentlich kosten? Was übernimmt die Kasse – und was nicht? Die SZ hat Sachsens Zahnärzte befragt und erklärt ab Sonnabend Behandlungsmethoden und Kosten. (rnw/saf)