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Sonntag, 11.11.2012

Zwölf Tote bei Erdbeben im Norden Birmas

Rangun. (dapd). Bei einem Erdbeben im Norden Birmas sind am Sonntag mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Eine im Bau befindliche Brücke über den Fluss Irrawaddy stürzte ein, buddhistische Pagoden in der Region wurden beschädigt. Nach Angaben der Meteorologischen Behörde in der Hauptstadt Naypyitaw hatte der Erdstoß eine Stärke von 6,8 und ereignete sich um 7.42 Uhr Ortszeit. Das Epizentrum lag in der Nähe der Stadt Shwebo, rund 100 Kilometer südlich der zweitgrößten birmanischen Stadt Mandalay. In diesem Ballungsraum habe es keine größeren Schäden gegeben.

In der Region um Shwebo gibt es viele Minen, in der Gegend werden Gold und Edelsteine abgebaut. In dem Ort Sintku gab es nach Angaben eines örtlichen Behördensprechers sechs Tote und elf Verletzte, darunter einige Arbeiter einer Goldmine, die eingestürzt sei.

Das Wochenmagazin „Eleven" berichtete, bei dem Einsturz der zu 80 Prozent fertiggestellten Brücke seien vier Menschen umgekommen und 25 verletzt worden. Die örtlichen Behörden sprachen von zwei Toten und 16 Verletzten. Bei allen Opfern scheine es sich um Bauarbeiter zu handeln. „Eleven" berichtete weiter, beim Einsturz zweier Klöster in Kyaukmyaung seien zwei Menschen ums Leben gekommen.

Aus der Stadt Mogok wurden beschädigte Tempel gemeldet. In der näheren Umgebung des Epizentrums sollen auch Menschen verletzt worden sein. Ein Bürger aus der Hauptstadt Naypyitaw berichtete von zerbrochenen Fenstern im Parlamentsgebäude.

In der Region sind leichte Erdbeben häufiger, hinterlassen normalerweise aber kaum Schaden. Der Geologische Dienst der USA hatte die Stärke des Bebens auf 6,6 beziffert. Es war bis in die thailändische Hauptstadt Bangkok zu spüren. (dpa)