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Freitag, 08.12.2017

Zweitliga-Handballer geben sich demütig

Von einer Pflichtaufgabe gegen Schlusslicht Konstanz will der HC Elbflorenz nichts wissen.

Christian Pöhler hört das Wort nicht gern: Pflichtaufgabe. „Für uns“, sagt der Handballtrainer des Zweitliga-Aufsteigers HC Elbflorenz, „verbietet sich diese Formulierung“. Selbst vor dem Heimauftritt am Sonntag (17 Uhr, Ballsportarena) gegen Tabellenschlusslicht HSG Konstanz.

Diese Demut gehört bei den Dresdnern zum guten Ton. Ohnehin hat Pöhler genügend andere Probleme, als sich um den richtigen verbalen Ansatz für das Gegnerprofil zu sorgen. Denn nach wie vor ist die Personallage beim Tabellen-13. angespannt. Nils Gugisch, Daniel Zele, Sebastian Greß und Norman Flödl fallen längerfristig aus. Roman Becvar und Adrian Kammlodt gelten als angeschlagen, aber irgendwie einsatzfähig. „Ich setze darauf, dass meine Mannschaft nach dem unglücklichen Auftritt in Aue mit Wut im Bauch antritt und einfach noch mehr investiert“, sagt der 37-Jährige. Nicht nur er trauert dem 27:28 im Erzgebirge hinterher, als der HC eine Sechs-Tore-Führung noch aus der Hand gab. „Für uns geht es darum, dass wir uns für unsere Arbeit wieder belohnen“, stellt Pöhler klar. Das geht nur in Punkten.

Und die hat der Klassen-Neuling auch nötig. Nur drei Zähler trennen die Elbestädter (12:20) vom ersten Abstiegsplatz. Ein beruhigendes Polster für die in drei Wochen beginnende Winterpause ist das nicht. „Konstanz ist eine recht unbequeme Truppe, aber wer ist das in dieser Liga eigentlich nicht“, weiß der HC-Coach.

Der lässt seine Schützlinge trotz der misslichen Personallage weiterhin auch im Training Vollgas geben. „Die Verletzungen resultieren nicht aus dem Training, sondern waren jeweils Zweikampfkonsequenzen im Spiel. Eine Grundintensität für den Einzelnen muss erhalten bleiben, wir brauchen diese Trainingsqualität, um in der Bundesliga bestehen zu können“. Aber er behält sich vor, den Kader mit Spielern aus der zweiten Mannschaft aufzufüllen. (ald)

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