Donnerstag, 27.12.2012

Zusätzliche Flüge bringen mehr russische Touristen zum Jahreswechsel

Osteuropäer gehen gern in Dresden shoppen. Vor Heiligabend sind es zumeist Tschechen, zum Jahreswechsel Russen. Der Handel profitiert davon und stellt sich darauf ein.

So sah es 2009 aus: In Dresden wird eine russische Aeroflot-Maschine empfangen. Die Fluglinie Moskau-Dresden ist inzwischen so gefestigt, dass Zusatzflüge angeboten werden.
So sah es 2009 aus: In Dresden wird eine russische Aeroflot-Maschine empfangen. Die Fluglinie Moskau-Dresden ist inzwischen so gefestigt, dass Zusatzflüge angeboten werden.

©dpa

Dresden. Die sächsische Landeshauptstadt rechnet nach Weihnachten mit einem Ansturm russischer Touristen. Diese kämen bis zum 12. Januar mit 16 Sondermaschinen aus Moskau in die Elbestadt, teilte der Flughafen am Donnerstag mit. Diese Flüge werden zusätzlich zu den sechs wöchentlichen Linien-Verbindungen angeboten. Schon im vergangenen Jahr waren viele Russen aus Moskau und Sankt Petersburg zum Jahreswechsel zum Bummeln und Shoppen an die Elbe gekommen. Der Handel freut sich auf das verlängerte Weihnachtsgeschäft und wirbt auf Russisch um die ausländischen Gäste. In Russland wird Weihnachten erst am 7. Januar gefeiert. Geschenke für die Kinder gibt es aber in der Regel schon am 31. Dezember, dem Jolkafest.

Die russischen Gäste werden schon bei ihrer Ankunft auf dem Flughafen von russisch sprechenden Hostessen umworben und mit kleinen Geschenken empfangen. Im Flughafen, den Hotels und der Altmarkt Galerie liegen Stadtpläne in russischer Sprache. In der Galerie gibt es Informationsstände für die Russen, russische Hinweisschilder. Einige Händler haben für diese Zeit auch russischsprachige Mitarbeiter eingestellt. Väterchen Frost und seine Enkelin Snegurotschka (Schneeflöckchen) werden durch die Gänge streifen.

Die Russen seien sehr zahlungskräftig, russische Frauen sehr modebewusst, sagte der Technische Leiter Altmarkt Galerie, David Penndorf. „Die können sich das leisten.“ Die Frauen kleideten sich in der Regel etwas weiblicher und es dürfe ruhig etwas glitzern. Auch die Parfümerie habe sich auf den etwas abweichenden Geschmack dieser Kundinnen eingestellt. „Dennoch wird es kein spezielles ’Russensortiment‘ geben“, versicherte Penndorf. (dpa)