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Dienstag, 22.03.2016

Zoll findet 560000 Schmuggel-Zigaretten

Beamte haben in Görlitz und bei Löbau drei Fahrzeuge gestoppt. Ein Mann versuchte zu fliehen. Der Schaden ist hoch.

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In einer mit schwarzer Folie verpackten Palette fanden die Beamten 200000 Zigaretten.
In einer mit schwarzer Folie verpackten Palette fanden die Beamten 200000 Zigaretten.
  • In einer mit schwarzer Folie verpackten Palette fanden die Beamten 200000 Zigaretten.
    In einer mit schwarzer Folie verpackten Palette fanden die Beamten 200000 Zigaretten.
  • In einem weiteren Fall 800 Stangen mit Zigaretten.
    In einem weiteren Fall 800 Stangen mit Zigaretten.
  • Und bei einem dritten Fahrzeug stieß der Zoll auf fast 200000 Stück Zigaretten.
    Und bei einem dritten Fahrzeug stieß der Zoll auf fast 200000 Stück Zigaretten.

Görlitz/Löbau. Der gemeinsamen Verbundgruppe von Zoll und Bundespolizei ist in der vergangenen Woche ein empfindlicher Schlag gegen den organisierten Zigarettenschmuggel gelungen. „Gleich drei Mal gingen den Beamten dicke Fische ins Netz“, teilt Heike Wilsdorf vom Hauptzollamt Dresden mit. Am 14. März kontrollierte eine Streife einen Lkw mit Münchner Kennzeichen auf der B6 zwischen Löbau und Bautzen. Eine der geladenen Paletten war komplett mit schwarzer Folie umwickelt und enthielt insgesamt 800 Stangen mit 160000 Stück unversteuerter Zigaretten.

Am 17. März stoppten die Beamten einen in Baden-Württemberg zugelassenen Lkw am Stadtrand von Görlitz. Der Fahrer erklärte, soeben in der Nähe eine Palette geladen zu haben. Auch diese war in schwarze Folie verpackt. Diesmal zählten die Zöllner 200000 Stück unversteuerte Zigaretten. „In beiden Fällen versicherten die Fahrer glaubhaft, den Ladungsinhalt nicht zu kennen“, so die Zoll-Sprecherin.

Aus dem Polizeibericht vom 22. März

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Verfolgungsjagd mit Ladendieb

Kodersdorf. Der Bundespolizei und dem polnischem Grenzschutz ist am Dienstagvormittag die Festnahme eines polnischen Mannes gelungen, der im Verdacht steht, in Bayern eine größere Menge Kosmetika aus einem Supermarkt gestohlen zu haben. Gegen 6 Uhr war eine Streife der Inspektion Ludwigsdorf auf der A4 vor dem Königshainer Tunnel auf einen blauen Renault Espace aufmerksam geworden. Das in Richtung Polen fahrende Auto besaß deutsche Kennzeichen. Weil diese jedoch auf einen grünen Espace zugelassen gewesen sind, sollte der Wagen auf dem Rastplatz „An der Neiße“ kontrolliert werden. Der Fahrer des Renault folgte zunächst der Weisung, gab jedoch unerwartet Gas und raste weiter.

Mit Blaulicht eilten die Bundespolizisten dem Wagen hinterher und blieben trotz knapp Tempo 200 dran. Wenige Kilometer hinter der Grenze unterstützte die deutsch-polnische Streifengruppe die Beamten. Diese waren mit einem polnischen Fahrzeug im Einsatz, was sich möglicherweise als Vorteil erwies. Beim Erkennen des grünen Dienstwagens blieb der Fahrer stehen und ließ sich kontrollieren. Im Kofferraum fanden die Beamten mehrere Plastiksäcke und darin eine große Menge hochwertiger Kosmetikartikel.

Neben gefundenen Einbruchswerkzeugen führte die Spur später nach Marktredwitz in Bayern. Dort nahmen bayrische Polizisten die Aussagen vom Leiter eines Supermarktes auf, dass Unbekannte vor etwa zwei Wochen Waren im Wert von 1335 Euro stahlen. Daraufhin klickten bei dem 48-jährigen Fahrer die Handfesseln. Gegen ihn ermittelt nun zunächst die polnische Polizei wegen des Verdachts des Diebstahls. Darüber hinaus hat der Festgenommene möglicherweise weitere Straftaten begangen, weil er keine Fahrerlaubnis besitzt und die Kennzeichen am Renault missbräuchlich verwendete.

Einbruch über die Katzenklappe

Kunnersdorf. Diebe sind in der Nacht zu Montag in ein Wohnhaus am Niederhof eingedrungen. Offenbar bahnten sich der oder die Täter über eine Katzenklappe in einer Hintertür ihren Weg in das Gebäude. Aus den Räumen verschwanden Zigaretten und ein dreistelliger Bargeldbetrag, der nach Aussage des Sprechers in mehreren unverschlossenen Behältnissen im Haus lag. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Überladener Transporter

Görlitz. Eine Streife der Autobahnpolizei hat Montagnachmittag auf der A4 bei Ludwigsdorf einen mit Lebensmitteln beladenen Kleintransporter auf den Parkplatz „An der Neiße“ gelotst. Wie sich bei einer Wägung herausstellte, war der VW T5 um mehr als eine halbe Tonne überladen. Die Verkehrspolizisten untersagten dem 58-jährigen Fahrer die Weiterfahrt, bis er umgeladen hatte. Auf den Mann kommt eine Ordnungswidrigkeitenanzeige zu.

Mountainbike gestohlen

Görlitz. In Görlitz sind Unbekannte in der Nacht zu Montag in ein Mehrfamilienhaus an der Theodor-Körner-Straße eingedrungen. Aus dem Keller stahlen die Diebe ein schwarz-weiß lackiertes Mountainbike im Wert von etwa 500 Euro, nachdem sie zwei Verschläge aufgebrochen hatten. Nach dem Fahrrad wird gefahndet.

Nur lautstark unterhalten

Niesky. Mitarbeiter des Asylheimes an der Fichtestraße in Niesky riefen Montagabend die Polizei zu Hilfe. Den Schilderungen nach bahnte sich eine Auseinandersetzung an. Eine Streife des Polizeireviers Görlitz beruhigte die Gemüter mehrerer Männer, die sich in einer Küche offenbar nur lautstark unterhielten. Ein strafbarer Hintergrund war nicht gegeben.

Einbruch in Geschäft

Löbau. Unbekannte sind am vergangenen Wochenende in ein Geschäft am Promenadenring in Löbau eingebrochen. Weggekommen ist nach den ersten Erkenntnissen nichts. Der verursachte Sachschaden wird auf rund 500 Euro beziffert.

Einbruch in Finnhütte

Ebersbach. Unbekannte sind in den vergangenen Tagen in eine Finnhütte in Ebersbach eingebrochen. Das Objekt liegt hinter einem Wohnhaus an der Hempelstraße. Entwendet haben die Täter offenbar nichts, zurück blieb ein Sachschaden von etwa 350 Euro.

Benzin abgezapft

Zittau. Unbekannte haben von Sonntag zu Montag in Zittau Benzin von einem Audi abgezapft. Der Pkw parkte an der Neumühle. Etwa 20 Liter Kraftstoff erbeuteten die Täter. Der verursachte Sachschaden liegt bei rund 100 Euro.

Transporter fährt gegen Lagerhalle

Weißwasser. Ein Opel Movano ist am Montagnachmittag nach dem Durchfahren des Haupteingangstors eines Betriebsgeländes am Prof.-Wagenfeld-Ring in Weißwasser gegen die Außenwand einer Lagerhalle gefahren. Der schwerverletzte 54-jährige Fahrer kam zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus. Zum Zeitpunkt der polizeilichen Unfallaufnahme konnte die Unfallursache noch nicht geklärt werden. Ersten Schätzungen nach entstand ein Unfallschaden von rund 25000 Euro.

Und nur einen Tag später beobachtete eine Streife der gemeinsamen Verbundgruppe einen VW Touran mit polnischen Kennzeichen, der in Görlitz auf das Gelände einer Lagerhalle fuhr und darin verschwand. Kurze Zeit später tauchte der Fahrer mit einem Hubwagen wieder auf. Auf dem Hubwagen befand sich eine Palette, umwickelt mit schwarzer Folie.

„Als sich die Kollegen zu erkennen gaben, versuchte die Person zu fliehen“, berichtet Heike Wilsdorf. Der Grund war schnell offensichtlich: Auf dieser Palette befanden sich fast 200000 unversteuerte Zigaretten. Inzwischen steht fest, dass alle drei Schmuggelfälle im Zusammenhang stehen. „Von Görlitz aus sollte die Ware weiter in andere EU-Länder transportiert werden“, so die Sprecherin.

Der Steuerschaden beläuft sich auf mehr als 100000 Euro. Gegen den 27-jährigen Polen hat der Zoll ein Steuerstrafverfahren eingeleitet. Das dortige Fahndungsamt führt nun weitere Ermittlungen. (szo/tc)