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Freitag, 09.06.2017

Zentrum für Baukultur eröffnet

In den neuen Räumen im Kulturpalast sollen auch Dresdner Problemfälle thematisiert werden.

Im Kulturpalast hat ein Zentrum für Baukultur eröffnet
Im Kulturpalast hat ein Zentrum für Baukultur eröffnet

© Youssef Safwan

Der Dresdner Verwaltung fehlt eine Vision, wie sich die Stadt architektonisch entwickeln soll, sagt Matthias von Rüdiger. Der Leiter des am Donnerstag eröffneten Zentrums für Baukultur führte als Beispiel das Königsufer an. „Erst, wenn ich weiß, wo die Reise insgesamt hingehen soll, kann ich dort auch über ein Narrenhäusel entscheiden“, sagt der pensionierte Baudirektor, der früher im Staatsbetrieb Immobilien- und Baumanagement SIB tätig war.

Das neue Zentrum, im neu eröffneten Kulturpalast im Herzen der Stadt ansässig, will ein Ort der Meinungsvielfalt sein, das fachlich schult und Bildungsarbeit für Kinder, Jugendliche und Erwachsene leistet. Angesichts vieler Dresdner Dispute über moderne Architektur wolle man die Debatte auch versachlichen. „Architektur ist öffentlich, wir sind von ihr umgeben, und sie regt zur Diskussion an“, sagt Alf Furkert, der Präsident der Sächsischen Architektenkammer. Es sei an der Zeit, die Dresdner Bürgerschaft stärker an Planungsprozessen zu beteiligen, dabei könne sich auch das Zentrum einbringen. Doch nicht nur Dresdner, sondern auch Themen des ländlichen Raumes sollen eine Rolle spielen. Dort stehen keine Investoren Schlange und die Gesellschaft überaltert. (SZ/kh)

Das Zentrum hat dienstags bis sonnabends von 12 bis 18 Uhr im Erdgeschoss des Kulturpalastes, Eingang Galeriestraße, geöffnet. Am 10. Juni lädt es von 12 bis 18 Uhr zum Tag der offenen Tür ein.