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Dienstag, 13.02.2018

Zehistaer und Liebstädter sind dran

Im vergangenen Jahr zurückgestellt, soll die Staatsstraße in Pirna nun saniert werden. Allerdings mit Lücke.

Von Christian Eissner

© Koerner, Heidemarie

Pirna. Autofahrer, die zwischen Pirna und Liebstadt bzw. Bad Gottleuba unterwegs sind, müssen ab dem Frühjahr mehr Fahrzeit einplanen. Pirna will ein Stück der Staatsstraße 173 mit neuem Asphalt versehen. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, werden die Zehistaer und die Liebstädter Straße zwischen Berggießhübeler Straße und Kohlbergstraße vom 3. April bis voraussichtlich 15. Juni erneuert.

Die Sanierung sei dringend nötig, weil der Asphalt rissig, der Straßen-Unterbau stellenweise kaputt und die Entwässerungsrinne schadhaft ist, teilt das Rathaus mit. Die Stadt hat einen Fördermittelantrag zur Fahrbahninstandsetzung beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr eingereicht und das Geld vom Freistaat bewilligt bekommen. Das Bauvorhaben war 2017 schon einmal ausgeschrieben worden, allerdings gab es damals aus Sicht der Stadt kein wirtschaftliches Angebot. Nach einer erneuten Ausschreibung hat nun eine Baufirma den Zuschlag bekommen.

Nach derzeitigem Stand sollen die Bauarbeiten im April mit der Instandsetzung der Granit-Pflasterrinne und der Straßenentwässerung beginnen, und zwar parallel an der Kreuzung Berggießhübler Straße/Liebstädter Straße und im Bereich der Baustelle der Südumfahrung in Richtung Stadtinneres. Dazu wird die S 173 jeweils halbseitig gesperrt, der Verkehr soll mittels Ampel an der Baustelle vorbeirollen. Diese Arbeiten sollen Ende Mai abgeschlossen sein.

Wenn die Entwässerungsrinne fertig ist, wird der Asphalt getauscht. Die neue Schicht soll an den ersten beiden Juni-Wochenenden jeweils zwischen Freitagnachmittag und Montagmorgen unter Vollsperrung der S 173 aufgebracht werden. Wie in dieser Zeit der Verkehr umgeleitet wird, steht noch nicht fest, sagt Stadtsprecher Thomas Gockel auf SZ-Nachfrage. Von Mitte Juni bis August stehen dann noch Restarbeiten wie die Fahrbahnmarkierung an, die den Verkehr aber nicht mehr so stark beeinträchtigen sollen.

Interessant ist, dass das beauftragte Pirnaer Ingenieurbüro Karsch die Straßen-Erneuerung von vornherein mit einer Lücke plant. Denn dort, wo die neue Südumfahrung kreuzt, kann die Zehistaer Straße aufgrund der Brückenbaustelle nicht saniert werden. Sie wird in dem Abschnitt komplett neu angelegt, mit einem Kreisverkehr als Anbindung an die Südumfahrung. Die Arbeiten werden aber nicht in diesem Jahr, sondern voraussichtlich erst 2019 abgeschlossen. So lange rollt der Verkehr noch über eine eigens angelegte Ersatzfahrbahn. Aus baulicher Sicht sei es kein Problem, den Neubau-Abschnitt später an die dann sanierte bestehende Zehistaer Straße anzubinden, heißt es seitens der Stadt.

Die Stadtverwaltung bietet eine Informationsveranstaltung zum Straßenbau auf der Zehistaer und Liebstädter Straße an. Die findet am Montag, 5. März, 18 Uhr, im großen Ratssaal im Rathaus statt. Dort soll es konkrete Informationen zum Bauablauf und zu Sperrungen geben.