Donnerstag, 29.11.2012

Zara will schädliche Chemikalien aus Textilien verbannen

La Coruña/Hamburg. Die spanische Modekette Zara will bis zum Jahr 2020 alle gesundheits- und umweltschädlichen Chemikalien aus ihren Kleidungsstücken verbannen. Der Dachkonzern Inditex, zu dem neben Zara auch eine Reihe anderer Modemarken gehört, verpflichtete sich in einer Erklärung zu einer Strategie der „Null-Belastung“. Danach soll bereits Anfang 2013 der Einsatz bestimmter Chemikalien unterbunden werden.

Der Konzern werde zudem in Textilfabriken und Zulieferfirmen Inspektionen vornehmen und offenlegen, welche Stoffe eingesetzt werden. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace feierte die Ankündigung des spanischen Unternehmens am Donnerstag als den Erfolg einer internationalen Kampagne. „Dies ist ein Meilenstein für eine saubere Textilproduktion“, sagte die Chemie-Expertin der Organisation, Christiane Huxdorff. „Die gesamte Modebranche muss dem Marktführer nun folgen.“

Demgegenüber betonte der Inditex-Konzern, das Unternehmen habe sich schon immer einer umwelt- und gesundheitsfreundlichen Produktion verpflichtet gefühlt. Die im Mai aufgenommenen Gespräche mit Greenpeace seien ein Teil dieser Strategie, teilte Inditex auf Anfrage mit. (dpa)