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Donnerstag, 05.10.2017

Xavier stürmt durch die Oberlausitz

Die Feuerwehren arbeiten am Donnerstagabend bis zum Anschlag, um Sturmschäden zu beheben. Das Unwetter tobt besonders im Westen des Kreises.

In Liebenau bei Kamenz fiel diese Esche auf ein Hausdach. Die Feuerwehren aus Cunnersdorf, Schönbach, Bernbruch  und Brauna haben mit Kettensägen den Baum bis in den Abend zersägt.
In Liebenau bei Kamenz fiel diese Esche auf ein Hausdach. Die Feuerwehren aus Cunnersdorf, Schönbach, Bernbruch und Brauna haben mit Kettensägen den Baum bis in den Abend zersägt.

© Jonny Linke

Bautzen. Wie erwartet, zog am Donnerstag Sturmtief Xavier durch Deutschland und verschonte auch die Oberlausitz nicht. Besonders auf der Linie Königsbrück – Kamenz – Hoyerswerda richtete der Orkan beträchtliche Schäden an. Rettungsleitstelle und auch die Polizei hatten alle Hände voll zu tun, um die Einsätze zu koordinieren. Ein Überblick über Schäden konnte bis Redaktionsschluss noch nicht gegeben werden. Von der Tendenz her handle es sich fast ausschließlich um Sachschäden, Menschen seien kaum verletzt worden, so ein Sprecher der Polizeidirektion Görlitz.

So warf der Sturm in Brauna bei Kamenz eine 20 Meter lange Esche um, die dabei auf ein Hausdach stürzte und dabei Schäden verursachte. Auch mehrere Straßen mussten gesperrt werden.

Die Länderbahn stellte um 19.30 Uhr den Zugverkehr zwischen Bautzen und Dresden ein. Reisende müssen sehen, wie sie zu ihrem Ziel kommen. Einen Schienenersatzverkehr gibt es nicht.

Auch auf den Autobahnverkehr hatte der Sturm Auswirkungen. Die Polizei hatte bereits im Vorfeld Fahrer von Lkw mit hohen Aufbauten aufgefordert, beizeiten die Fahrt zu unterbrechen und ihre Fahrzeuge sicher abzustellen. Dennoch geriet auf der A 13 zwischen Marsdorf und Radeburg ein Lkw-Anhänger in Schräglage, die Autos mussten vorbeigeleitet werden. (SZ/gsp)