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Mittwoch, 13.09.2017

Wohnbau will weiter wachsen

Die Sanierung des Bestandes steht derzeit im Vordergrund. Aber ein Kauf von neuen Häusern ist nicht ausgeschlossen.

Von Cathrin Reichelt

Aus dem im Volksmund Ungarnblock genannten Mehrfamilienhaus an der Nordstraße sind in diesem Jahr alle Mieter ausgezogen. Derzeit prüft die Wohnbau, in welcher Form die 18 Wohnungen umgebaut und saniert werden können. Ein Abriss des Hauses ist nicht vorgesehen.
Aus dem im Volksmund Ungarnblock genannten Mehrfamilienhaus an der Nordstraße sind in diesem Jahr alle Mieter ausgezogen. Derzeit prüft die Wohnbau, in welcher Form die 18 Wohnungen umgebaut und saniert werden können. Ein Abriss des Hauses ist nicht vorgesehen.

© Dietmar Thomas

Hartha. Die Wohnbau Hartha GmbH hat im vergangenen Jahr rund 200 000 Euro für Modernisierungen und Instandhaltungen ausgegeben. „Das sind 33 Prozent mehr als 2015“, sagt Geschäftsführer Marco Prüfer. Das Geld stammt aus dem Eigenkapital der Wohnbau. Die Aufnahme eines Kredits war nicht nötig und ist auch für die kommenden beiden Jahre nicht geplant. In denen ist ebenfalls die Ausgabe von sechsstelligen Beträgen vorgesehen.

Die Modernisierungen sind ganz auf die Bedürfnisse der Mieter ausgerichtet. „Für einen Mann, der jetzt auf einen Rollstuhl angewiesen ist, haben wir zwei Wohnungen zusammengelegt und das Bad komplett umgebaut“, so Prüfer. An der Döbelner Straße entstand aus einer Drei- eine aufgelockerte Zweiraumwohnung mit separater Toilette. An der Geschwister-Scholl-Straße wurde für eine Familie, die ihr zweites Kind erwartet hat, eine Drei- zu einer Vierraum-Wohnung umgestaltet. In einem Gebäude in Steina, in dem die Mieter bisher noch den Ofen feuern mussten, wurde eine Heizungsanlage eingebaut, nennt Prüfer weitere Beispiele. Außerdem bekam die Gartenstraße 46 bis 50 in Hartha ein neues gedämmtes Dach. Die Arbeiten, die 2016 begonnen haben, wurden 2017 beendet. Die Wohnbau konnte auch das Grundstück kaufen, auf dem das Heizhaus steht. Nun ist langfristig eine Umgestaltung des Areals möglich.

Ebenfalls langfristig ist die Sanierung des sogenannten Ungarnblocks an der Nordstraße geplant. In diesem Jahr seien die letzten Mieter ausgezogen. Derzeit werde geprüft, wie ein Umbau der 18 Wohnungen aussehen könnte. „Ein Abriss des Gebäudes kommt nicht infrage“, sagt Prüfer. Auch der altersgerechte Umbau der Straße der Jugend 75 und 77 soll fortgeführt werden. Dabei werden zwei Ein- zu einer Zweiraumwohnung zusammengelegt. Die Wanddurchbrüche sind bereits erfolgt. Der Innenausbau ist für 2018 geplant. Die Wohnungen sind sehr begehrt. Für sie gibt es eine Warteliste.

Noch in diesem Jahr haben alle Mieter, die bereits Kabelfernsehen besitzen, die Chance auf das schnelle Internet. Die Firma Nachrichtentechnik Paulick installiere gerade die nötige Technik. Den Anbieter können sich die Mieter dann selbst wählen. Außerdem werde derzeit eine Zweiraumwohnung als Gästewohnung für bis zu vier Personen eingerichtet. Voraussichtlich Ende dieses, Anfang nächsten Jahres sind die ersten Übernachtungen möglich.

Prinzipiell wolle die Wohnbau, die derzeit 505 Mieter hat, weiter wachsen und sich dabei weitestgehend auf das Kerngebiet der Stadt konzentrieren. Dabei könne es langfristig sowohl zum Verkauf als auch zum Kauf von Häusern kommen.