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Montag, 23.01.2012

Wo ist Nino? 100 Euro Finderlohn

Chemnitz. Geht in Chemnitz ein Tierfänger um? Diesen bösen Verdacht hat Silke Bachmann (48). Sie vermisst ihren Perserkater Nino bereits seit Dezember. „Ich ließ Nino immer abends raus. Aber eines Morgens kehrte er nicht zurück.“ Die Chemnitzerin hat Angst: „Am Kaßberg wird mindestens eine weitere Katze vermisst. Und in Gablenz habe ich von Hundefängern gehört.“

Bei Nino handelt es sich nicht um einen normalen Stubentiger, sondern um eine wertvolle Perserkatze. Außerdem riss der verschwundene Kater ein tiefes Loch in die Familie: „Mit Perserkatze Feline hatte Nino ein süßes Katzenkind, Milli. Beide trauern sehr um den Kater, genauso wie meine zehnjährige Tochter Anna-Clara.“Silke Bachmann unternahm alles, um ihren Kater zu finden. „Ich fragte in der Nachbarschaft, hängte Suchplakate aus, klapperte Geschäfte ab. Nichts. Auch die Polizei konnte nicht helfen!“ Deshalb ihr Hilferuf: „Wer meine Katze wiederbringt, bekommt von mir 100 Euro Finderlohn!“

Polizeisprecher Frank Fischer (56) verteidigt seine Kollegen: „Uns liegen derzeit keine Erkenntnisse über Tierfänger vor. Es gab im Erzgebirge einige Fälle mit verschwundenen Katzen. Dabei wurde auch ein verdächtiges Fahrzeug mit tschechischen Kennzeichen gesichtet. Aber die Fälle liegen länger zurück.“

Getränkehändler Jürgen Mühlberg (61) beobachtete vor Kurzem einen verdächtigen Caddy-Fahrer. „Er hielt abends in der Uferstraße neben meinem Labrador-Mischling und schaute ganz komisch. Weil meine Frau in der Nähe war, fuhr er weiter. Womöglich war das ein Hundefänger.“ (bri)