Donnerstag, 21.02.2013
Was sich in eisiger Tiefe tummelt
Antarktischer Eisfisch
Spektakuläre Anpassung an tiefe Temperaturen: Das Blut des Antarktischen Eisfisches ist besonders dünnflüssig, weil es im Lauf der Evolution die roten Blutkörperchen und sogar den roten Blutfarbstoff völlig verloren hat. Und der Fisch ist in einer zum Teil erstaunlich vielfältigen Umgebung unterwegs. Forscher um Julian Gutt vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven haben jetzt Daten über antarktische Bodenlebewesen von etwa 90 Expeditionen aus den 1960er-Jahren bis heute zusammengetragen. Fänge vom Meeresgrund, Beobachtungen von Tauchern und Tausende Fotos und Videos von Unterwasserrobotern flossen in den Datensatz ein, wie Gutt erläutert. Dies soll Wissenschaftlern Informationen über die Lebensgemeinschaften rund um den Antarktischen Kontinent bis in eine Wassertiefe von etwa 800 Metern bieten. Teilweise erinnere die Unterwasserwelt in der Antarktis an Korallenriffe mit vielen verschiedenen Organismen, sagt Gutt. Allerdings sind Korallen in der Antarktis sehr selten. Größere lokale Bestände wurden mittlerweile unter Schutz gestellt. Dort, wo sich zum Beispiel eine dichte Lebensgemeinschaft antarktischer Schwämme gebildet hat, schafft diese auch Lebensräume für viele weitere Tiere. An anderen Stellen gebe es dagegen nur eine niedrige Lebensvielfalt, sagt Julian Gutt. Foto: AWI/Marum/Gutt, Dimmler, Starmans
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Antarktischer Eisfisch
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Korallen