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Mittwoch, 30.12.2015

TU Dresden forscht jetzt in Freital

Leichtbauer der Universität beziehen im Freitaler Technologiezentrum ein neues Labor – und haben große Pläne.

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Johann Maaß (l.) und Michael Krahl vom Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden betreuen die neue Anlage im Freitaler Technologiezentrum.
Johann Maaß (l.) und Michael Krahl vom Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden betreuen die neue Anlage im Freitaler Technologiezentrum.

© Andreas Weihs

Freital. Das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der Technischen Universität Dresden hat ein neues Labor im Freitaler Technologiezentrum eröffnet. Die Wissenschaftler wollen dort moderne Leichtbau-Teile, zum Beispiel für Autos und Elektrofahrräder, entwickeln. Helfen soll ihnen dabei ein neuartiger Roboter, der in wenigen Minuten maßgeschneiderte Carbonteile herstellen kann.

Das Leichtbau-Institut arbeitet bereits mit großen Automobilfirmen, wie Audi, Porsche, BMW, VW und einigen Zulieferern zusammen. Vor allem aber dient das neue Labor als Versuchsstätte für kleine und mittelständische Firmen aus der Region. Mit dem ILK und dem Roboter können sie ihre Leichtbau-Produkte entwickeln und somit testen, ob sich eine Serienproduktion lohnen würde. (SZ/win)

Leser-Kommentare

Insgesamt 4 Kommentare

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  1. richtigeINVESTITION_falscherStandort

    Dieses Zentrum ist eine sehr positive Entwicklung und war längst überfällig. Der Standort Freital mit seinen hochbelasteten Arealen war für die Ansiedlung nicht ideal, aber wenigstens werden jetzt konkrete Realisationshilfen zur Verfügung gestellt. Bautzen wäre als bisher stark diskriminierter Standort für diese Ansiedlungen dieser Art ideal. Weitere Projekte dieser Art müssen unbedingt in Bautzen installiert werden und sich an Verkehrknotenpunkten befinden, so dass die Zugpendler schnell dorthin gelangen können. Die Regionen DD,C,L und Umland wurden in den vergangenen 25 Jahren bereits bis ins Unverschämte überprivilegisiert. Die Technologiekompetenz in Form von Experimentierstätten muss nun auch in die Lausitz in geeigneten Ambiente(vorhanden,wegen sehenswerter Innenstadt und idyllischen Umland) zur Generierung von Expertise und Umsetungskompetenz zur Verfügung stehen. Das würde gleichzeitig die Profitablität des Lausitzer Zugverkehrs deutlich begünstigen. Abfallkonzepte?

  2. Berg

    Vergessen wir nicht das Institut für Leichtbau und ökonomische Verwendung von Werkstoffen in Dresden Klotzsche, das aus dem Expertenwissen der Flugzeugbauer entstanden war. Noch heute gelten Richtlinien, die seinerzeit dort erarbeitet wurden, z.B. überWechsefestigkeitsberechnungen

  3. Wossim

    Ich dachte, solche Techno-Zentren wie in Freital sind für Unternehmensgründungen da, die sich anfangs Firmenräume kaum leisten können. Jetzt zahlt der Staat (TUDD, linke Hosentasche) dem Staat (Freitaler Zentrum, rechte Hosentasche) die Miete. Auf dem Papier hat man damit eine Vollvermietung, nicht aber geförderte Unternehmen. So geht sächsisch.

  4. richtigeINVESTITION_falscherStandort

    @Wossim Das Labor des Freitaler Technologiezentrums soll laut Text eine Laborstätte zum Experimentieren mit moderner Technologie sein. Sie dient der Qualifikation der Firmenmitarbeiter, als Know-how-Transferstelle bei produktbezogenen Fragestellungen und zur Prototypenfertigung. Diese Roboter sind sehr teuer. Wenn man nicht weiß, wie man damit umgeht oder wenn man schlechte Produkte entwickelt, ist die Kapitaldecke bei nur einer solchen Fehlinvestition bereits aufgebraucht. Es reicht natürlich nicht aus günstige Mieträume zur Verfügung zu stellen! Das hat e n d l i c h die TUD und die Politik erkannt. Ein weiterer Vorteil ist, dass diese Laborstätte mit wenig Bürokratie auskommt und durch Servicespezialisierung die Berührungsängste nur gering sein werden. E n d l i c h wurde einmal etwas gutgemacht, außer die fehlgeschlagene Standortwahl(Bautzen soll es künftig sein!!!), da soll man nicht wieder alles zerreden.

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