erweiterte Suche
Mittwoch, 30.06.2010

Prähistorischer Riesenpottwal in Peru entdeckt

London. Wissenschaftler haben in der in peruanischen Wüste den Schädel eines prähistorischen Riesenpottwals entdeckt. „Leviathan melvillei“, wie die Forscher den Wal in Anlehnung an den mit dem Roman „Moby Dick“ berühmtgewordenen Schriftsteller Herman Melville nannten, fraß offenbar andere Wale. Das geht aus einem Bericht der Fachzeitschrift „Nature“ hervor, der am Donnerstag veröffentlicht werden sollte. Mit einer Länge von 18 Metern war der vor zwölf Millionen Jahren lebende „Melvillei“ dem heutigen Pottwal demnach nicht unähnlich. Er habe sich von ihm aber durch seine furchterregenden, 36 Zentimeter langen Stoßzähne unterschieden, hieß es.

Schon in der Vergangenheit habe der Fund von Zahnfossilien Rückschlüsse auf eine Existenz des prähistorischen Pottwals zugelassen, sagte der Paläontologe Anthony Friscia von der Universität Kalifornien. Die Tatsache, dass nun ein ganzer Schädel entdeckt wurde, sei einmalig, erklärte er. Der „Leviathan melvillei“ war laut Friscia der Killerwal seiner Zeit und gehörte zu den größten Tieren überhaupt. Insofern sei die Namenswahl in Anerkennung des Autors des Romanklassikers über den großen weißen Wal sehr passend, erklärte der Forscher. (apn)

apn-Nachrichten/AP-Bilder - alle Rechte vorbehalten. apn-Nachrichten und AP-Bilder dürfen ohne vorherige ausdrückliche Erlaubnis weder veröffentlicht, umgeschrieben oder weiter verbreitet werden, sei dies zu gewerblichen und anderen Zwecken.