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Montag, 27.11.2017

Neuer Antrieb für Mini-Satelliten

Gleich zwei Ausgründungen der TU Dresden haben jetzt eine Millionenförderung kassiert. Ihre Ideen wollen hoch hinaus.

Symbolbild
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© Oliver Killig/dpa

Dresden. Mit einem Antrieb für Kleinstsatelliten und einem virtuellen Kraftwerk lassen sich Jurys überzeugen. Das haben jetzt zwei Start-ups der TU Dresden erfahren. Sie hatten sich für das Förderprogramm Exist-Forschungstransfer des Bundeswirtschaftsministeriums beworben. Und sie hatten dabei Erfolg. Der Bund unterstützt die beiden Projekte nun mit 1,5 Millionen Euro, um ihre Produkte auf den Markt zu bringen und ein Geschäftsmodell zu entwickeln.

Das Start-up-Projekt Morpheus will dabei hoch hinaus. Der Miniaturantrieb der Gründer soll zukünftig dafür sorgen, dass Kleinstsatelliten, sogenannte Cube-Sats, im Weltall gesteuert werden können. Diese Cube-Sats werden in zunehmender Anzahl ins All befördert. Dort werden sie für Wetterbeobachtungen oder spezielle Kommunikationsaufgaben eingesetzt. Es fehlt aber bisher ein effizienter Antrieb, um die Cube-Sats im Orbit steuern zu können. Das ist wichtig, wenn sie die richtige Position in einem Satelliten-Netz einnehmen sollen oder am Ende ihrer Lebenszeit gezielt zum Absturz und Verglühen gebracht werden müssen.

Das Start-up-Projekt Ches widmet sich einem brandaktuellen Thema: dem Erfolg der Energiewende. Mit ihrer Mess- und Steuerungstechnik sowie intelligenter Software verbinden sie die stetig wachsende Zahl an kleinen Anlagen zur Energieerzeugung wie Blockheizkraftwerke, Wärmepumpen, Fotovoltaikanlagen oder Brennstoffzellen. Gemeinsam gesteuert, können diese Anlagen als virtuelles Kraftwerk dann das tun, was bisher den Großkraftwerken vorbehalten war: die Versorgungssicherheit beim Strom gewährleisten. Auch die Besitzer der Anlagen profitieren. Sie können ihre Anlage besser auslasten und so höhere Einkünfte erzielen.

Um diese Förderung beworben hatten sich 80 Start-up-Teams aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Mitte November fielen die Entscheidungen. „Ich freue mich, dass wir gleich mit zwei unserer Teams erfolgreich waren“, sagt Frank Pankotsch, Geschäftsführer von „Dresden exists“. Der Start-up-Service hatte die Gründer beraten, um aus ihrer Geschäftsidee ein Unternehmen zu machen und wird sie nun auch weiterhin betreuen. Seit 2008 hat „Dresden exists“ bereits für 25 Projekte eine Förderung eingeworben und zählt damit zu den erfolgreichsten Start-up-Services bundesweit. (jam)

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