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Freitag, 22.11.2013

Klimawandel bedroht auch Europa

Regen und Hochwasser einerseits, Hitzewellen und Dürre andererseits - der Klimawandel macht vor Europa nicht halt, belegen Wissenschaftler und Klimaexperten in mehreren Studien.

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Ein Strand in der Nähe der Stadt Elias auf der griechischen Insel Mykonos im Mittelmeer. Der Anstieg des Meeresspiegels wegen der Klimaerwärmung trifft auch Europa.
Ein Strand in der Nähe der Stadt Elias auf der griechischen Insel Mykonos im Mittelmeer. Der Anstieg des Meeresspiegels wegen der Klimaerwärmung trifft auch Europa.

© dpa

Warschau. Der Klimawandel trifft nicht nur Entwicklungsländer in Afrika oder Südostasien - auch in Europa wird er immer sichtbarer. Dazu hat das Netzwerk Klimaaktion (CAN) auf der Warschauer Klimakonferenz einen Bericht vorgestellt. Allein die Flut- und Hochwasserschäden in Küstengebieten könnten sich künftig auf bis zu 25 Milliarden Euro jährlich belaufen, hieß es unter Berufung auf Untersuchungen der Europäischen Umweltagentur.

Besonders betroffen seien Belgien, Dänemark, Großbritannien, Portugal und die Niederlande. Auch Hochwasserkatastrophen wie an Rhein, Donau oder Elbe drohten immer häufiger. Etwa 20 Prozent der europäischen Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern seien wegen ihrer Lage „sehr verwundbar“ bei Flusshochwasser.

Grundwasserspiegel sinken, Preise für Lebensmittel steigen

Gleichzeitig drohten Dürren und Hitzeextreme. In einigen Regionen, vor allem in Brandenburg, sei schon jetzt eine deutliche Senkung des Grundwasserspiegels sichtbar. In Großbritannien könne es in zehn bis 20 Jahren Probleme mit der Wasserversorgung geben. Die Lebensmittelpreise in Europa seien bereits in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen - bei einer Häufung von Dürreperioden und Ernteschäden sei mit einem weiteren Anstieg zu rechnen.

Weitreichende Folgen durch den Klimawandel erwarten auch die Teilnehmer einer Expertenbefragung in den USA und Deutschland. Sollten die weltweiten Treibhausgasemissionen nicht verringert werden, könnte der Meeresspiegel bis 2100 um 70 bis 120 Zentimeter ansteigen, sagte Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Auch bei ehrgeizigem Klimaschutz würden es 40 bis 60 Zentimeter. Die meisten der 90 befragten Experten erwarten damit einen höheren Anstieg als der aktuelle IPCC-Bericht voraussagt - dort sind es 28 bis 98 Zentimeter.

Mehr Regen und mehr Hitze - das ist auch das Ergebnis von Berechnungen des Climate Service Center des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Universität Graz. Die Klimasimulationen zeigen ein immer extremeres Wetter in Europa. Vor allem Hitzewellen werden bis Ende des Jahrhunderts immer häufiger, in Nordeuropa wird den Rechenmodellen zufolge ein Anstieg der Niederschläge erwartet. (dpa)

Leser-Kommentare

Insgesamt 4 Kommentare

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  1. Peter Herzog

    Och, das ist doch nur wieder die übliche Panikmache der Klimalobby! Diese Strolche sollten sich ein Beispiel nehmen, z.B. an der "richtigen deurtschen Regierung", wo unter anderem Autobauer und Energieerzeuger drinsitzen. Die kämpfen unermüdlich um Wachstum und Resourcenverbrauch.

  2. Dresdner

    Allen voran unsere sächsischen CDU-FDP Vertreter (Beton-Brauns, WSB, Königsbrückerstraße), schmierige und kurzsichtige Lobbypolitik vom Allerfeinsten. Den Ausbau einer Zukunftsindustrie für ein paar Spenden über Bord zu werfen ist eine Leistung die euch so schnell keiner nachmacht. Und da die Preise für konventionelle Energie auch nicht billiger werden obendrein eine, die der Wirtschaft mittelfristig schwere Schäden zufügen wird. Hauptsache die eigene Position ist gesichert.

  3. klaus wenzel

    Es wurde auf der letzten Klimakonferenz klargestellt das es zu keiner Erwärmung gekommen ist Man hätte sich geirrt!! ( jeder intelligente Mensch weiß das schon lange) Somit gibt es auch kein Treibhausgas das die Erwärmung anheizt. Das CO2 ist also frei von Schuld Wann werden Medien und Politik das nun richtigstellen? Oder gibt es dann kein Geld mehr zuverdienen!!

  4. Klimarealist

    So so, alles wird schlimmer? Selbst das IPCC musste zugeben, dass keine ihrer Vorhersagen bisher eingetroffen ist. Vor allem, dass Umweltschäden nicht zugenommen haben. Aber eine Lobbyvereinigung belegt, natürlich „wissenschaftlich“ das Gegenteil (wobei die Schadensversicherer wie MR so gut verdienen, wie nie zuvor). Seit bei den AGWlern jede Korrelation, die mindestens eine Woche dauert als „wissenschaftlich“ gilt, kann man sich vor „Belegen“ nicht mehr retten. Die letztjährigen Hochwasserschäden an der Donau waren Ursache maroder Dämme, weil scheinbar wegen der Klimawandelverhinderungskosten kein Geld mehr für sinnvolle Maßnahmen vorhanden ist. Denn, denn die Pegel waren nicht höher als zu anderen historischen Zeiten (als das Wasser noch Freiraum hatte). Aber klar, der berüchtigte Herr Rahmstorf hat wieder orakelt. Und der Beleg: Klimasimulationen (die bisher immer falsch lagen und von denen keine die letzen 17 Jahre Wärmestagnation vorhersagten) zeigen es. Nicht auszudenken, wie viele simulierte Weltuntergänge im alten Testament stehen würden, wenn die Propheten damals schon Computer gehabt hätten. Schade ist nur, dass eine Zeitung solche offensichtlichen Tendenzpublikationen veröffentlicht.

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