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Montag, 22.02.2016 TU Dresden

Forscher entdecken Mittel gegen HIV

Erstmals gelingt die Vernichtung des tödlichen Virus. Kliniktests sind bereits in der Vorbereitung.

Von Stephan Schön

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Die Computeranimation zeigt HIV-Partikel.
Die Computeranimation zeigt HIV-Partikel.

© imago

Dresden. Wissen- schaftlern der TU Dresden und des Hamburger Heinrich-Pette-Instituts ist es erstmals gelungen, HIV in lebenden menschlichen Zellen vollständig zu vernichten. In einem der Top-Wissenschaftsjournale, in Nature Biotechnology, berichten die Forscher darüber. Sie machten menschlichen Zellen erstmals wieder frei von dem tödlichen Virus. Sie arbeiteten dabei mit Blutproben von Aids-Patienten.

Die von den Forschern entwickelten Wirkstoffe finden die Viren in den Zellen, trennen den Virus-Code von der Zelle und vernichten ihn - die Zelle ist geheilt. Dem Team ist es dabei gelungen, in mehr als 90 Prozent aller Blutproben die Viren zu finden und vollständig zu vernichten. Dabei traten auch keine zellschädigenden Nebenwirkungen auf, sodass nun eine erste Klinische Studie in Vorbereitung ist.

Sollte diese erfolgreich sein, könnte die Methode auch bei anderen genetischen Krankheiten helfen. Vererbbare chronische Leiden und auch genetisch bedingte Nervenkrankheiten sollen damit heilbar werden. Aids wäre dann erst der Anfang. Bis es aber soweit ist, werden noch einige Jahre vergehen.

Mehr dazu in der Dienstagsausgabe der Sächsischen Zeitung oder hier im sz-Exklusiv-Bereich.

Leser-Kommentare

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Insgesamt 29 Kommentare

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  1. Demokrat

    Das ist doch bei den vielen negativen Nachrichten die man jeden Tag aus aller Welt liest eine tolle Nachricht zu der man die Beteiligten nur beglückwünschen kann. Wäre die sogenannte Weltgemeinschaft unter Federführung der UN dabei statt Billionen in Kriege und Waffen zu investieren diese Gelder der medizinischen Wissenschaft zur Verfügung zu stellen könnte so manches gelöst werden . Man stelle sich vor es würde ein internationales medizinisches Forschungszentrum mit den besten Medizinern/Forschern aus aller Welt gebildet mit modernster Ausrüstung dann kämen viel mehr solch positive Meldungen- nun aber dies ist eben Träumerei

  2. Kanzlerchen

    @Demokrat, schade, dass die "wichtigen" Menschen, also diejenigen die dies zu entscheiden haben, nicht den gleichen Gedanken wie Sie haben.

  3. Max

    Um so etwas zu schaffen, brauchen wir in Dresden Internationalität. Das verschafft Dresden Ruhm, Anerkennung und Prestige weltweit. Dafür muss Dresden aber weltoffen und vielseitig sein und bleiben. Ein Hoch auf die Bildung! Bravo für diese Arbeit!

  4. Bärbel

    Aber Masse ist nicht gleich Klasse. Will heißen nicht unbeschränkter Zuzug ist die Lösung denn dann fehlt am Ende das Geld für Forschung und Bildung. Hoffentlich wird bei den Betroffenen nicht zu früh Hoffnung geweckt.

  5. Ali B.

    @4: Geh lieber im Eichenwald spazieren als solchen Müll von dir zu geben.

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