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Freitag, 01.02.2013

Fast Food könnte Allergien fördern

Die weltweit größte Studie zum Zusammenhang von Essverhalten und Allergien lässt Rückschlüsse bei Kindern und Jugendlichen zu.

Ulm. Pommes und Hamburger machen nicht nur dick, sondern womöglich auch krank. Eine internationale Forschergruppe hat herausgefunden, dass bestimmte Lebensmittel gerade im Fast Food-Bereich die Entwicklung von Asthma, Heuschnupfen und allergischen Hautausschlägen fördern könnten. Die zugrunde liegenden Daten wurden bei der weltweit größten epidemiologischen Untersuchung unter Kindern und Jugendlichen, der «International Study of Asthma and Allergies in childhood» (ISAAC), erhoben. Die Ergebnisse wurden aktuell auf der Homepage des Fachjournals «Thorax» veröffentlicht.

Für die Studie wurden etwa eine halbe Million Kinder und Jugendliche in 51 Ländern zu Essverhalten und Erkrankungen befragt. Die Datensammlung umfasst auch Informationen über sportliche Aktivitäten, Fernsehkonsum, allgemeines Bildungsniveau und etwaigen Nikotingenuss der Mütter. «Seit einigen Jahrzehnten beobachten wir in Industrienationen eine Zunahme von Krankheiten wie Asthma, Heuschnupfen oder Hautausschlägen. Jetzt häufen sich diese gesundheitlichen Probleme auch in weniger entwickelten Ländern, und wir fragen nach Ursachen. Unter anderem hat im gleichen Zeitraum der Verzehr von Fast Food zugenommen», sagt Gabriele Nagel von der Universität in Ulm. «Neben einem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, Zucker, Kohlenhydraten, Natrium sowie möglicherweise Konservierungsstoffen finden sich in Fast Food oft Trans-Fettsäuren. Gerade für Trans-Fette, die zum Beispiel auch in Margarine vorkommen, wird eine Verbindung mit Asthmaerkrankungen und Allergien angenommen», erklärt die Mitautorin der Studie. (dapd)

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