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Donnerstag, 14.01.2016

Der Klimawandel verdrängt die nächste Eiszeit

Die menschliche geologische Kraft ist stark genug, um die nächste Eiszeit zu unterdrücken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung

Von Stephan Schön

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© Symbolbild: dpa

Potsdam. Der Mensch verändert die Erde so grundlegend, wie dies bisher nur gigantischen Naturgewalten möglich war. Die menschliche geologische Kraft ist stark genug, um die nächste Eiszeit zu unterdrücken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung im Fachmagazin Nature.

Der massive Kohlendioxid-Ausstoß setzt eine geologische Reaktion in Gang. Diese beginnt offenbar mit Veränderungen der Meereisbedeckung am Nordpol. Schon geringe zusätzliche Kohlendioxid-Emissionen beeinflussen demnach die Eisbedeckung auf der Nordhalbkugel für Zehntausende Jahre, berichtet Klimaforscherin Ricarda Winkelmann. Aufgrund der jetzigen -Emissionen verschiebe sich die nächste Eiszeit um mindestens 100 000 Jahre. Das bedeute, dass ein kompletter Eiszeitzyklus übersprungen werde.

Die Suche nach den Ursachen von Eiszeitzyklen gehört zu den größten Rätseln der Klimageschichte. Die Potsdamer Wissenschaftler haben nun den Code der Eiszeiten geknackt. Nur so konnten sie jene Faktoren bestimmen, die die Eiszeiten auslösen. Für gewöhnlich zählt dazu auch eine Periode geringer Sommer-Sonneneinstrahlung vor dem Beginn – Bedingungen wie wir sie jetzt eigentlich vorfinden. Allerdings gibt es derzeit keine Hinweise auf den Beginn einer neuen Eiszeit.

„Der Mensch ist in der Lage, einen der fundamentalen Mechanismen zu stören, die die Welt geformt haben“, sagt Studienleiter Andrey Ganopolski.

Leser-Kommentare

Insgesamt 1 Kommentar

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  1. mike301243

    !. Haben Klimaforscher absolut keine Ahnung! Die Vorhersagen sind allemal falsch, nicht mal bis morgen gibt es eine zuverlässige Aussage 2. Der obenstehende Artikel sagt mir: Prima, Eiszeit fällt aus.

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