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Dienstag, 02.02.2016

„Wir besiegen den Blutkrebs“

Der Tod eines Mitschülers schockierte im Herbst das Lessinggymnasium in Kamenz. Dabei belässt man es aber nicht.

Von Sebastian Frey

Auch Tabea Heinrich und Paul Möhn vom Gotthold-Ephraim-Lessing-Gymnasium ließen sich jetzt als potenzielle Stammzellenspender registrieren.
Auch Tabea Heinrich und Paul Möhn vom Gotthold-Ephraim-Lessing-Gymnasium ließen sich jetzt als potenzielle Stammzellenspender registrieren.

© privat

Kamenz. Im November des vergangenen Jahres war Johannes, ein Schüler am Lessinggymnasium, an Blutkrebs gestorben. Insbesondere die Tatsache, dass zwischen Diagnose und Tod des 14-Jährigen nur ganze sechs Tage lagen, war ein schockierendes, einschneidendes Erlebnis an der Schule gewesen. Das hatte eine Lehrerin zum Anlass genommen, über ein Netzwerk der deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) eine Spenderin für einen Vormittag zu gewinnen, um Schüler zu informieren. Motto: „Wir besiegen Blutkrebs – Schulen helfen Leben retten!“

Kathrin Grohte von der DKMS war jetzt zu Gast am Gymnasium. Schüler der 9. bis zur 12. Jahrgangsstufe erfuhren von menschlichen Schicksalen bei der Diagnose Blutkrebs, aber vor allem von den Möglichkeiten, Leben retten zu können. Kathrin Grohte war 2008 Knochenmarkspenderin für eine 46-jährige Frau gewesen. Sie motivierte die Jugendlichen, sich als Spender registrieren zu lassen. 93 Schüler, die das 17. Lebensjahr erreicht haben, was eine Bedingung ist, und 14 Lehrer ließen sich registrieren. Interessierte können sich unter www.dkms.de weiter informieren und sich das Registrierset zusenden lassen.