erweiterte Suche
Donnerstag, 28.09.2017

Wiederzulassung bald auch im Internet

Fahrzeuge außer Betrieb setzen können Kraftfahrer schon online übers Landratsamt. Ein neuer Service kommt bald dazu.

Von Maria Fricke

Ab 1. Oktober können Mittelsachsen ihre Fahrzeuge über die Internetseite des Landratsamtes auch online wieder zulassen.
Ab 1. Oktober können Mittelsachsen ihre Fahrzeuge über die Internetseite des Landratsamtes auch online wieder zulassen.

© DA-Screenshot

Freiberg/Döbeln. Ab 1. Oktober können Mittelsachsen ihre Fahrzeuge über die Internetseite des Landratsamtes auch online wieder zulassen. Die Verwaltung setzt damit eine Anforderung um, die aus der dritten Verordnung zur Änderung der Fahrzeug-Zulassungsverordnung und anderer straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften hervorgehen. Das teilte Kreissprecher André Kaiser mit.

Welche Voraussetzungen gelten für die Wiederzulassung

Die Wiederzulassung kann allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen online über ein Portal des Freistaates erledigt werden. Sie ist nur auf den bisherigen Halter möglich. Bei diesem muss es sich zudem um eine natürliche Person handeln. Die Nutzung für Firmen sei in dieser Stufe der internetbasierten Fahrzeugzulassung noch nicht geplant, begründet Kaiser. Der Antragsteller benötigt zudem eine gültige Reservierung des Kennzeichens für die Wiederzulassung. Voraussetzung ist auch ein Personalausweis mit Online-Funktion.

Wie läuft die Wiederzulassung über das Internet ab

Im ersten Schritt muss der Antragsteller sich auf der Internetseite des Kreises identifizieren. Das ist unter anderem mit dem Personalausweis mit Online-Funktion möglich. Daraufhin werden die notwendigen Daten zum Fahrzeug, wie Sicherheitscode auf dem Fahrzeugschein, die Fahrzeug-Identifizierungsnummer sowie das reservierte Kennzeichen, abgefragt. Mittels eines elektronischen Bezahlsystems, zum Beispiel über Kreditkarte, kann der Antragsteller die Kosten für den Vorgang begleichen. Der Antrag wird bestätigt und an die Zulassungsstelle übermittelt. Dort werden die Angaben überprüft. Per Post bekommt der Kraftfahrer schließlich die Zulassungsunterlagen sowie die Stempelplakettenträger zum Aufkleben auf das Kennzeichen. Diese müssen nun noch an den Nummernschildern angebracht werden.

Gibt es auch andere Funktionen, die online erledigt werden können

Zum 1. Januar 2015 wurde die internetbasierte Außerbetriebsetzung von Fahrzeugen über ein Portal des Freistaates eingeführt. Der Zugang dazu erfolgt über die Internetseite des Kreises. Bis zum 31. August haben 61 Mittelsachsen diese Möglichkeit in Anspruch genommen, so Kreissprecher André Kaiser. Bisher ist die Außerbetriebsetzung auch über das zentrale Portal des Kraftfahrt-Bundesamtes möglich. Das wird jedoch zum 1. Oktober laut den bestehenden Verordnungen eingestellt.

Wie funktioniert die Außerbetriebsetzung

Um ein Fahrzeug über das Onlineportal Sachsens außer Betrieb zu setzen, sind der Fahrzeugschein sowie die Landkreisplaketten auf den Nummernschildern erforderlich. Auch für diesen Vorgang benötigen die Antragsteller einen Ausweis, bei dem die Online-Funktion freigestellt ist. Wie im Fall der Wiederzulassung werden die anfallenden Gebühren mittels eines elektronischen Bezahlsystems beglichen. Ist der Antrag in der Behörde fertig bearbeitet, wird das Fahrzeug außer Betrieb gesetzt.