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Donnerstag, 31.08.2017

Wieder Hoffnung auf schnellen Turnhallenbau in Zittau

Einen Tag nach der Demo von Schülern, Eltern und Lehrern der Weinau-Schule hat Oberbürgermeister Thomas Zenker völlig überraschend eine Lösung präsentiert.

Zurzeit nutzen vor allem die Grundschüler der Weinau-Schule die kleine, alte Halle an der Schule. Viele der größeren Oberschüler müssen anderswo Sport treiben, weil die Kapazität nicht reicht. Zudem entspricht die Halle nicht mehr modernen Anforderungen.
Zurzeit nutzen vor allem die Grundschüler der Weinau-Schule die kleine, alte Halle an der Schule. Viele der größeren Oberschüler müssen anderswo Sport treiben, weil die Kapazität nicht reicht. Zudem entspricht die Halle nicht mehr modernen Anforderungen.

© Matthias Weber

Zittau. Der Bau der neuen Turnhalle an der Weinau-Schule muss voraussichtlich doch nicht um Jahre verschoben werden. Wie Oberbürgermeister Thomas Zenker (Zkm) im eben zu Ende gegangenen Stadtrat erklärte, gibt es doch eine Lösung für das Problem der Finanzierungslücke. „Wir haben mit Unterstützung des Kultusministeriums einen Weg gefunden“, sagte er. Die Turnhalle soll nun besonders energiesparend errichtet werden. Dadurch könnte sie aus einem anderen Fördertopf als bisher bezuschusst werden. Waren bisher 40 Prozent Zuschuss aus dem Programm für den Schulhausbau möglich gewesen, sind es nun 75 Prozent. Zwar steigen die Gesamtbaukosten bei der energieoptimierten Bauweise, unter dem Strich müsste Zittau nun aber sogar weniger ausgeben als eingeplant. Wann die Turnhalle gebaut werden soll, sagte Zenker nicht, deutete aber an, dass der Weg wegen zusätzlicher Planungsschritte länger als ursprünglich wird. „Wir haben noch ein gutes Stück Arbeit vor uns“, so das Stadtoberhaupt.

Zenker versicherte, dass er sich den Ärger und die Demo gern erspart hätte. Aber der neue Weg sei in der vorigen Woche noch nicht absehbar gewesen. Unter anderem durch den Hinweis auf das andere Förderprogramm und „Sonderschichten“ von Bauverwaltung und Planern ist er erst möglich geworden. Bereits heute früh hat er die Anträge auf die Förderung unterschrieben.

Die Millioneninvestition steht im beschlossenen Haushalt der Stadt. Weil die Baukosten aber deutlich gestiegen sind, hätte die Stadt den Bau angesichts vieler anderer Projekte wie der Sanierung von Park- und Weinau-Schule und dem Ausbau der Schrammstraße nicht mehr finanzieren können. Deshalb hatte die Verwaltung am vorvergangenen Mittwoch entschieden, den Bau der Turnhalle zu verschieben, und am Donnerstagabend den Technischen und Vergabeausschuss des Stadtrates informiert. Am Sonnabend erfuhren Schüler, Eltern und Lehrer aus der SZ von dem Problem. (szo/tm)