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Freitag, 25.09.2015

Wie sich die Prager Straße füllt

Dresden lässt die Stadt regelmäßig aus der Vogelperspektive fotografieren. Das ermöglicht erstaunliche Vergleiche.

Von Bettina Klemm

Bild 1 von 3

Dieses Luftbild von der Prager Straße wurde im März 2015 aufgenommen. Die Konturen des neuen Wohnquartiers Prager Carrée (links unten) sind gut erkennbar. und Kataster der Landeshauptstadt Dresden
Dieses Luftbild von der Prager Straße wurde im März 2015 aufgenommen. Die Konturen des neuen Wohnquartiers Prager Carrée (links unten) sind gut erkennbar. und Kataster der Landeshauptstadt Dresden

© Amt für Geodäsie

  • Dieses Luftbild von der Prager Straße wurde im März 2015 aufgenommen. Die Konturen des neuen Wohnquartiers Prager Carrée (links unten) sind gut erkennbar. und Kataster der Landeshauptstadt Dresden
    Dieses Luftbild von der Prager Straße wurde im März 2015 aufgenommen. Die Konturen des neuen Wohnquartiers Prager Carrée (links unten) sind gut erkennbar. und Kataster der Landeshauptstadt Dresden
  • 1953 war zwar die Prager Straße aus der Luft gut zu erkennen, aber damals gab es zwischen dem Hauptbahnhof und dem Dr.-Külz-Ring kaum ein Gebäude.
    1953 war zwar die Prager Straße aus der Luft gut zu erkennen, aber damals gab es zwischen dem Hauptbahnhof und dem Dr.-Külz-Ring kaum ein Gebäude.
  • In der Luftaufnahme von 1991 ist unten links noch das Lenin-Denkmal zu sehen. Rundkino und Centrum-Warenhaus bilden die markanten Blickpunkte im oberen Bildteil.
    In der Luftaufnahme von 1991 ist unten links noch das Lenin-Denkmal zu sehen. Rundkino und Centrum-Warenhaus bilden die markanten Blickpunkte im oberen Bildteil.

Das einstige Wiener Loch ist fast gefüllt. Dort errichtet die Hamburger Firma Real Estate in ihrem als Prager Carrée bezeichneten Gebiet 241 Mietwohnungen und Läden. In wenigen Tagen sollen die Musterwohnungen zu besichtigen sein. Mit dem Bauprojekt im Süden der Prager Straße findet die Neugestaltung des Dresdner Einkaufsboulevards ein Ende.

Annette Predel vom Amt für Geodäsie und Kataster kann die Entwicklung der Straße sehr gut anhand von Luftaufnahmen dokumentieren. Sie beauftragt Firmen, die jährlich über das Stadtgebiet fliegen. Gerade liegen 590 digitale Aufnahmen vom diesjährigen Flug am 19. März vor. Die Firma Geoplana hat dabei den Dresdner Süden und Osten aufgenommen. „Den 26er-Ring lassen wir jedes Mal mit überfliegen“, erklärt Predel.

Die digitalen Luftbilder haben eine Auflösung von zehn Zentimetern. Das heißt, ein Bildpunkt entspricht einem Kästchen von zehn mal zehn Zentimetern am Boden. Die Aufnahmen sind eine gute Grundlage, um die digitale Stadtkarte und das dreidimensionale Stadtmodell stets aktuell zu halten, erklärt Klara Töpfer. Die Leiterin des Amtes für Geodäsie und Kataster ist sehr froh, dass die Stadt jetzt auch vom Bundesarchiv Luftaufnahmen von 1951/53 kaufen konnte. Damals war die Prager Straße von den Kriegstrümmern beräumt, aber nahezu unbewohnt. Die Aufnahme von 1991 dokumentiert, wie die Straße zu DDR-Zeiten bebaut war.

Die gesamte Luftbildsammlung der Stadt umfasst mehr als 17 000 Aufnahmen. Es ist keine Geheimniskrämerei. „Jeder Bürger kann die Aufnahmen bei uns erwerben“, sagt Klara Töpfer.