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Freitag, 27.10.2017

Wie heißt das Lieblingslokal der Oberlausitz 2017?

Die Abstimmung läuft bis 2. Januar. Mitmachen können Einheimische und Gäste - und jeder kann etwas gewinnen.

Die „Häuslerschenke“ in Rachlau war 2016 das Lieblingslokal der Oberlausitz. Stolz zeigen Gastwirt Frank Seeliger (links im Bild) und Küchenchef Rene Bellgardt die Sieger-Urkunde.
Die „Häuslerschenke“ in Rachlau war 2016 das Lieblingslokal der Oberlausitz. Stolz zeigen Gastwirt Frank Seeliger (links im Bild) und Küchenchef Rene Bellgardt die Sieger-Urkunde.

© Wolfgang Wittchen

Oberlausitz. Ein freundlicher Wirt – das beste Gericht.“ Wer könnte das gesagt haben? Natürlich, des Rätsels Lösung fällt in diesem Jahr nicht schwer: Martin Luther. Dem Reformator werden ja so einige Sprüche rund ums Essen und Trinken zugeschrieben. So auch dieser: „Wer nirgends isst, der wird nimmer satt.“ Oder anders gesagt: Wer nicht einkehrt, bleibt hungrig und kann sich auch kein Urteil über die Lokalitäten erlauben. Aber genau dieses Urteil ist jetzt gefragt.

Was hinter der Aktion steckt

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Die Idee: Oberlausitzer Gastlichkeit verdient öffentliches Lob

Luther würde jetzt sagen: „Der Bauch hat keine Ohren.“ Stimmt – aber der Bauch entscheidet ganz wesentlich mit, ob sich ein Gast im Lokal wohlfühlt oder nicht. Und wenn er sich wohlfühlt, darf er das auch sagen. Gerne natürlich dem Wirt, aber auch Freunden und Bekannten, am besten der ganzen Welt. Das geht am einfachsten online. Dazu muss der zufriedene Gast weder jemanden anrufen noch eine Karte ausfüllen und irgendwohin schicken, sondern einfach nur sein Smartphone zücken oder bei nächster Gelegenheit ins Internet gehen. Dann für das Lokal abstimmen – fertig.

Die Idee, auf diese Weise das Lieblingslokal der Oberlausitz zu ermitteln, kam vor ein paar Jahren dem Spitzkunnersdorfer Ronny Hausmann. Er betreibt die Online-Marketingagentur 1weiter. 2014 machte er aus der Idee einen Wettbewerb, der ausschließlich übers Internet läuft. Gastronomen können sich zur Wahl stellen, und die Gäste können online abstimmen.

Mit im Boot ist von Anfang an der Dresdner Regionalverband des Deutsche Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga). „Wir begleiten diesen Wettbewerb gern“, sagt Geschäftsführer Axel Klein. „Die Gäste sind der wichtigste Gradmesser für die Gastronomen. Und durch das Votum im Wettbewerb erhalten wir ein Feedback, wo sich die Gäste wohlfühlen.“

Gleich im ersten Jahrgang klickten 1657 Besucher von Oberlausitzer Gaststätten. Am Ende gab es zwei Sieger: die Gaststätte „Zur Eisenbahn“ in Wiesa bei Kamenz und den Zittauer Irish Pub „The Real Ones“, die beide jeweils 15 Prozent der Stimmen erhielten. Auf Platz drei kam die „Freihufe“ in Neukirch. 2015 gewannen die Neukircher vor der „Häuslerschenke“ im Wittichenauer Ortsteil Rachlau und die Zittauer „SeegerSchänke“. 2016 hatte die „Häuslerschenke“ die Nase vorn, gefolgt von der „Freihufe“ und der „Sachsenstube“ in Lauta.

Der Wettbewerb: Es gibt nur Sieger, keine Verlierer

Lesen wir zunächst wieder nach bei Martin Luther: „Ich lobe eine reine, gute, gemeine Hausspeise.“ Ein Blick auf die bisherigen Sieger verrät, dass meist die Anbieter von guter Oberlausitzer Hausmannskost vorn lagen. Aber es bleibt natürlich den Gastwirten vorbehalten, was sie kredenzen. Im Unterschied etwa zu den Lausitzer Fischwochen, die an diesem Wochenende zu Ende gehen, müssen die teilnehmenden Gastronomen nicht eine Mindestanzahl bestimmter Gerichte auf der Speisekarte haben. Sie müssen ihr Lokal auch nicht extra für den Wettbewerb ausstaffieren, wie es in den vergangenen Jahren beim Oberlausitzer Genussfestival Bedingung war.

Bei der Suche nach dem Lieblingslokal geht es nicht darum, eine Hitliste aller Oberlausitzer Gaststätten aufzustellen – von der besten bis zur schlechtesten. Es gibt keine Verlierer. Gewinner sind am Ende die zwölf Meistgenannten unter allen teilnehmenden Lieblingslokal-Kandidaten. Sie dürfen dann mit dem Titel „Lieblingslokal 2017“ werben, erhalten eine Auszeichnungsplakette, eine Urkunde sowie eine eigene Präsenz in der Oberlausitz-App, wo sie zudem als Tipp präsentiert werden.

Die Preise: Abstimmen kann sich richtig lohnen

„Denn es ist besser, mit eigenen Augen zu sehen als mit fremden“ – sagte natürlich Luther. Wer mit eigenen Augen Oberlausitzer Magneten wie das Trixibad in Großschönau, die Herrnhuter Sterne-Manufaktur oder die Landskron-Braumanufaktur in Görlitz sehen will, kann dafür vielleicht Eintrittskarten gewinnen.

Denn so viel verrät Ronny Hausmann schon mal: Unter allen, die an der Abstimmung für das Lieblingslokal der Oberlausitz teilnehmen, werden Eintrittskarten sowie FreizeitCards verlost. Die FreizeitCard ist ein Produkt von Hausmanns Agentur 1weiter, kostet zehn Euro und gewährt Vergünstigungen beim Eintritt zu Sehenswürdigkeiten. Auch dazu passt eine Luthersche Weisheit: „Wer etwas haben will, muss auch etwas geben.“ In diesem Fall die Stimme für das ganz persönliche Lieblingslokal der Oberlausitz.

Die Neuerung: Die Sächsische Zeitung unterstützt die Wahl

Erstmals unterstützt in diesem Jahr die Sächsische Zeitung die Wahl. Nach Ende der Anmeldephase veröffentlichen wir die Liste der teilnehmenden Lokale und weisen auch regelmäßig auf die Abstimmung hin. Anfang 2018 werden die zwölf Bestplatzierten in Wort und Bild vorgestellt.

In unserer Bildergalerie werden die 26 zur Auswahl stehenden Lokale in Wort und Bild vorgestellt - und hier können Sie abstimmen: www.oberlausitz-app.de/vote