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Dienstag, 15.10.2013

Wie grün sind die Dresdner?

Bei einer neuen SZ-Aktion helfen Experten beim Geldsparen. Wer dabei sein will, kann sich jetzt bewerben.

Von Jana Mundus

6 Jetzt für Aktion bewerben

Ob die Dresdner in ihrem Alltag auch an diejenigen denken, die künftig in der Stadt leben werden, will auch Silke Sesterhenn wissen. Sie ist Geschäftsführerin der Lokalen Agenda 21 in Dresden – ein Partner einer ganz besonderen SZ-Aktion, die nun startet.
Ob die Dresdner in ihrem Alltag auch an diejenigen denken, die künftig in der Stadt leben werden, will auch Silke Sesterhenn wissen. Sie ist Geschäftsführerin der Lokalen Agenda 21 in Dresden – ein Partner einer ganz besonderen SZ-Aktion, die nun startet.

© André Wirsig

In der Bahn zur Arbeit oder doch lieber per Auto? Bio kaufen oder preiswert beim Discounter? Diese Fragen stellen sich auch viele Dresdner immer wieder. Bei einer gemeinsamen Aktion mit der Initiative „Grüne Stadt“ will die Sächsische Zeitung jetzt herausfinden, wie umweltbewusst die Dresdner leben und ob sie dabei auch an künftige Generationen denken. Für das mehrwöchige Projekt sucht die SZ nun Teilnehmer. Wie es genau funktioniert, erklärt Silke Sesterhenn von der Lokalen Agenda 21, einem Partner der Aktion.

Frau Sesterhenn, wichtiger Punkt bei der Aktion ist der ökologische Fußabdruck der Dresdner. Was ist das genau, und was zeigt er uns?

Mit dem ökologischen Fußabdruck wird ganz plastisch dargestellt, wie nachhaltig, also wie zukunftsorientiert unser Lebensstil ist. Er veranschaulicht, wie viel Fläche jeder Mensch für die Aufrechterhaltung seines Lebensstandards braucht. Damit es der Erde gut geht und wir den nach uns kommenden Generationen ein gutes Erbe hinterlassen, dürfte weltweit jeder nur 1,8 Hektar für sich beanspruchen, realistisch sind es aber derzeit 2,7 Hektar. Der ökologische Fußabdruck von uns Deutschen ist im Durchschnitt sogar 4,6 Hektar groß.

Die Initiative „Grüne Stadt“ und die Sächsische Zeitung suchen nun Dresdner, die selbst einmal austesten, wie groß ihr ökologischer Fußabdruck ist. Was soll diese Aktion bezwecken?

Wir hoffen, dass sich Menschen finden, die neugierig sind. Und die vielleicht schon immer mal etwas dafür tun wollten, nachhaltiger zu leben. Es geht darum zu erkennen, dass jeder Einzelne selbst etwas bewirken kann. Wir wollen dieses Wissen weiterverbreiten und Menschen anregen, sich damit auseinanderzusetzen.

Jetzt für Aktion bewerben

Für die Aktion „Grüner leben“ sucht die SZ eine Familie, ein Seniorenpaar, eine Wohngemeinschaft und einen Singlehaushalt in Dresden, über die sie vier Wochen berichtet.

Ab Mitte November werden Experten mit ihnen arbeiten. Sie ermitteln den ökologischen Fußabdruck und geben Tipps, wie er verbessert werden kann.

Wer mitmachen will, kann sich jetzt bewerben. Einsendeschluss ist der 1. November.

Als Dankeschön erhalten die Teilnehmer einen nachhaltigen Warenkorb im Wert von 200 Euro. Darin finden sich neben einer DVB-Monatskarte auch ein Drewag-Energiesparpaket, ein Kulturgutschein und diverse Leckereien.

Anmeldungen unter dem Stichwort „Grüner leben“ sind auf dem Postweg möglich unter: Sächsische Zeitung, Stadtredaktion Dresden, Ostraallee 20, 01067 Dresden; oder per Mail an: sz.dresden@dd-v.de

Also geht es am Ende darum, sich einzuschränken?

Das klingt zu sehr nach Verzicht. Die Teilnehmer können lernen, wie sie Dinge besser nutzen können oder wo es sogar Alternativen gibt. Manchmal reicht es schon, auf die eigenen Ansprüche zu schauen und sie besser einzuschätzen. Muss ich jeden Tag allein mit dem Auto fahren oder kann ich vielleicht noch einen Kollegen mitnehmen? Oder gibt es sogar eine günstige Bahnverbindung?

Wer kann bei der Aktion mitmachen?

Wir suchen eine Familie, ein Rentnerpaar, eine Wohngemeinschaft und einen Singlehaushalt aus Dresden. Gemeinsam mit Fachleuten ermitteln wir deren ökologischen Fußabdruck und geben Tipps, wie sie ihn verkleinern können. Wo kann ich beispielsweise Strom und Wasser sparen, wie kaufe ich bewusster ein oder inwieweit stellen öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad eine Alternative zum Auto dar?

Was kommt konkret auf die Teilnehmer zu?

Wir betrachten vier Bereiche: die Ernährung, den Energieverbrauch, das Konsumverhalten und die Mobilität. Unsere Experten werden die Teilnehmer über vier Wochen begleiten und ihnen helfen, nachhaltiger zu leben. Nur um die Erwartungen etwas zu bremsen: In den ersten vier Wochen werden die Veränderungen noch nicht riesig sein. Aber wer dranbleibt, kann in einem halben Jahr deutliche Effekte erkennen und letztlich auch Geld sparen.

Woher kommen die Experten?

Die Drewag wird das Thema Energie übernehmen, die Dresdner Verkehrsbetriebe stellen den Experten für die Mobilität. Wir von der Lokalen Agenda 21 wollen Fachleute für Ernährung und Konsum aus dem Netzwerk „Sachsen kauft fair“ gewinnen. Neben diesen drei Partnern sind aber auch die Landeshauptstadt, die Stadtreinigung, die Stadtentwässerung sowie die Dresden Marketing GmbH in der Initiative „Grüne Stadt“ engagiert.

Leser-Kommentare

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Insgesamt 6 Kommentare

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  1. Volker W.

    Zitat: "Wer kann bei der Aktion mitmachen? Wir suchen eine Familie, ein Rentnerpaar, eine Wohngemeinschaft und einen Singlehaushalt aus Dresden." Anscheinend ist eine "Einheit" ausschlaggebend für den Rest der Bevölkerung. Warum fragt keiner, was die Industrie für den "grünen Fußabdruck" tut. Immer dieses wir können doch" mehr für die Umwelt tun, geht mir gelinde gesagt auf den ... Zu dem wir gehören Alle. Es geht Wirtschaft und Privat an.

  2. peter-michael

    Volker W. hat es schon richtig getroffen -solche schwachsinnigen Experimente gab es schon immer uns sie bringen überhaupt nichts -ich bin keineswegs dagegen das man vernünftig mit Ressourcen oder auch Lebensmittel umgehen soll aber die Frage Bahn benutzen zb stellt schon frage u.Antwort sicher wenn Leistung Fahrpreis u.günstige Linien vorhanden sind lassen auch mehr öfter das Auto stehen nun Wasser sparen hat auch schon Verbraucher abgestraft weil plötzlich zu wenig Wasser verbraucht wurde stieg zb.in Dresden schon einmal der Preis -sicher wer wenig Geld hat schränkt sich ein u.verbraucht weniger wer mehr in der Kasse hat bis auf Ausnahmen mehr Ansprüche will grosszügiger wohnen oder kauft ein grösseres Auto das wird sich nie ändern - so wie eben der Grüne Revoluzzer Fischer heute auch luxoriös wohnt Boss Anzüge trägt u. auch zweitwohnsitz hat was er in seiner Revoluzzerzeit aus Mangel an Geld nicht konnte ,ist nur ein Beispiel sicher die Industrie hat da schon mehr Möglichkeiten

  3. Volker w.

    Fiel mir gerade auf. Experten kommen auch? Am Wochenende habe ich einen schönen Spruch gelesen: "Ein Amateur hat die Arche Noah gebaut, Experten die Titanic." Ohne jemanden zu nahe zu treten, aber mit Experten in Dresden sind wir doch nicht so gut gefahren.

  4. Realist

    Sollen wir Dresdner schon wieder von den Ökos bevormundet werden? Errichtet euren Ökozoo in Schwaben, aber nicht hier. Die Krönung ist noch: Die Preistreiberexperten DVB sind natürlich auch beteiligt, siehe neue Fahrpreise zum 1.11., Begründung soll der gestiegene Dieselpreis sein. Glatte Lüge, der ist in den letzten 12 Monaten nicht gestiegen. Meine Jahrekartenabo wird jedenfalls gekündigt, Autofahren lohnt sich wieder!

  5. Cityracer

    Sensterhenn - ein richtig sächsischer Name, nicht wahr? Und vielen Dank noch mal für die um 18% gesteigerte EEG-Umlage, liebe Grüne.

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