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Mittwoch, 04.10.2017

Wie der Osten Eis schlemmte

Das DDR-Museum in Pirna plant für den Dezember eine neue Attraktion.

Von Mareike Huisinga

Das DDR-Museum Pirna ist in den roten Kasernen an der Rottwerndorfer Straße untergebracht.
Das DDR-Museum Pirna ist in den roten Kasernen an der Rottwerndorfer Straße untergebracht.

© Daniel Förster

Pirna. Digedags-Fans müssen sich ranhalten. Das DDR-Museum Pirna zeigt nur noch bis zum 29. Oktober die Sonderausstellung „Die Digedags reisen um die Welt“. Zu sehen sind originale Hefte, Plakate sowie große Modelle der Abenteuer von Dig, Dag und Digedag. Das sagt Museumsinhaber Conny Kaden auf SZ-Nachfrage. Bei der Ausstellung handelt es sich um Leihgaben eines Dresdner Vereins.

Allerdings plant das Team um Conny Kaden bereits die nächste Attraktion. Im Dezember soll eine Eisdiele in den klassischen Rot-weiß-Tönen in den Ausstellungsräumen eingebaut werden. „Die verschiedenen Garnituren und Gegenstände haben wir hauptsächlich im Internet ersteigert.“, erklärt Kaden. Er rechnet mit guter Resonanz auf diese neue Attraktion. Die hat er sowieso. Im letzten Jahr besuchten über 20 000 Gäste das Museum an der Rottwerndorfer Straße. 2005 eröffnete Conny Kaden das Museum an der Rottwerndorfer Straße und zog zwei Jahre später auf die andere Straßenseite um, dem heutigen Standort. Er und sein Team haben auch beim Aufbau der Ausstellung „Die Welt der DDR“ im Simmel-Hochhaus in Dresden-Neustadt mitgeholfen und den Teilbereich „Konsum“ gestaltet. Investor Peter Simmel hatte das DDR-Museum Radebeul für 50 000 Euro aus der Insolvenz gekauft, nachdem das Haus im Frühjahr 2016 in Zahlungsschwierigkeiten wegen Besucherschwund gekommen war.

Kaden kennt die Kritik, dass lediglich ein Drittel der Exponate, die aus Radebeul stammen, derzeit in Dresden zu sehen ist. „Ich kann den Unmut darüber allerdings nicht nachvollziehen, denn der Unternehmer Simmel sagt explizit, dass seine Schau kein Museum ist, sondern lediglich eine Ausstellung.“ Aus seiner Sicht sei es besser, lediglich einen Teil zu zeigen, als wenn das gesamte Museum in Radebeul zerschlagen worden wäre.