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Donnerstag, 01.11.2012

Wertvolles Nabelschnurblut: Wichtige Vorsorge für den Nachwuchs

Viele werdende Eltern entscheiden sich heute dafür, die kostbaren Stammzellen aus dem Nabelschnurblut ihres Neugeborenen aufzubewahren. Wer sich nicht zwischen der privaten Einlagerung und einer Spende entscheiden kann, hat durch sogenannte Kombiprogramme die Möglichkeit, beide Varianten miteinander zu verbinden.

Doch was macht die Zellen eigentlich so wertvoll? Im Blut der Nabelschnur finden sich viele junge Stammzellen, die enorm wandlungsfähig sind. Dadurch können sie zu verschiedensten Zelltypen, zum Beispiel Haut-, Blut- oder Knorpelzellen, heranreifen und sich zu unterschiedlichem Geweben ausbilden. Mit dem Fortschreiten der Stammzellmedizin könnten sie deshalb ganz gezielt zum Einsatz kommen, zum Beispiel zur Regeneration von geschädigtem Gewebe, nach Unfällen oder bei der Behandlung von Krebs. Auch Therapiemöglichkeiten für verschiedene Formen von frühkindlichen Hirnschäden, Typ-1-Diabetes oder erworbenem Hörverlust werden derzeit in Studien erprobt. Kein Wunder also, dass sich immer mehr Eltern entscheiden, das Nabelschnurblut ihres Babys aufbewahren zu lassen.

Die Eltern haben die Wahl: Wer sich nicht zwischen der Spende und der privaten Einlagerung entscheiden kann, für den sind Kombiprogramme wie VitaPlusSpende ideal. Das funktioniert so: Nabelschnurblut wird für das eigene Kind eingelagert, gleichzeitig werden die Merkmale der darin enthaltenen Stammzellen in internationale Register eingestellt. Wird das Nabelschnurblut benötigt, können die Eltern frei entscheiden, ob sie das Blut spenden möchten. Bei einer Spende werden den Eltern die bis dahin entstandenen Kosten für die Einlagerung verzinst zurückgezahlt. Ein solches Kombinationsmodell bietet die älteste und größte private deutsche Nabelschnurblutbank Vita 34 an. Der Anteil der Eltern, die sich dafür entscheiden, stieg in den vergangenen drei Jahren von sieben auf zwölf Prozent.

Hilfe für schwer kranken Jungen: Körpereigene Stammzellen werden schon heute genutzt, wie der Fall des inzwischen 13-jährigen Ciaran Finn-Lynch aus London zeigt. Der kleine Junge wurde mit einer verengten Luftröhre geboren. Mit elf Jahren bekam er als erster Mensch eine neue Luftröhre, die mit seinen eigenen Stammzellen besiedelt wurde. Diese wurden aus der verengten Luftröhre gewonnen. Im Verlauf von 6 Monaten kleideten sie das neue Organ komplett aus.

Weitere Infos erhalten Sie unter der kostenfreien Hotline 0800/0340000 und dem weiterführenden Link. (akz-i)