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Werden „bump stocks“ verboten?

In der Debatte um strengere Waffengesetze nach dem Blutbad von Las Vegas liegt der Vorschlag auf dem Tisch, spezielle Waffen-Bauteile zu verbieten. Doch das sei nur ein Feigenblatt, bemängeln Kritiker.

06.10.2017

ump stocks“ verboten?
Ein sogenannter „bump stock“ ist an einem halb-automatischen Gewehr angebracht.

© dpa

Washington. US-Präsident Donald Trump erwägt nach dem Massenmord von Las Vegas ein Verbot von Schnellfeuer-Vorrichtungen, die halbautomatische Waffen fast so schnell schießen lassen wie Maschinengewehre. „Wir werden das in der nächsten, kurzen Zeit prüfen“, sagte er dem Sender CNN zufolge am Donnerstag (Ortszeit) auf die Frage eines Journalisten.

Zuvor hatte sich sogar die einflussreiche Waffenlobby NRA dafür ausgesprochen, die Vorrichtung, die Waffenbesitzer selbst anbauen können, mit „zusätzlichen Beschränkungen“ zu belegen. Der Todesschütze, der in Las Vegas 58 Menschen tötete, verwendete die sogenannten Bump Stocks.

Die „National Rifle Association“ ist in der Vergangenheit stets gegen jegliche Beschränkungen des persönlichen Waffenbesitzes eingetreten. Trump hatte dabei seine Unterstützung zugesichert: „Ihr seid meine Freunde, das könnt ihr mir glauben“, hatte er Ende April als Redner auf einem Kongress der Waffenlobby gesagt. „Ihr habt euch für mich eingesetzt, ich werde mich für euch einsetzen.“

Kritiker werfen der NRA deshalb vor, sich nur für Beschränkungen der Bump Stocks offen zu zeigen, um eine grundlegendere Verschärfung des Waffenrechts zu verhindern. Der erteilte die Lobby in ihrer Mitteilung nach der Bluttat entsprechend eine Absage. Auch Trumps Sprecherin Sarah Sanders sagte, für eine Debatte über ein generell schärferes Waffenrecht sei es noch zu früh. Man wisse noch zu wenig über die Tat.

Kongressmitglieder hatten sich offen für ein Verbot der Umbauvorrichtung gezeigt. Nach Angaben der Ermittler hat der Attentäter von Las Vegas in der Nacht zum Montag eine der frei erhältlichen und legalen Umbauvorrichtungen benutzt. Er konnte so bis zu 900 Schuss pro Minute abgeben. Er tötete mindestens 58 Menschen und sich selbst. Die Suche nach einem Motiv dauert an. (dpa)