erweiterte Suche
Samstag, 09.08.2014

Weniger Straßenkünstler in der Stadt

Nur 35 Genehmigungen wurden in den vergangenen Tagen verteilt. Das Ordnungsamt kontrolliert nun verstärkt.

6

Straßenkünstler protestieren am 1. August gegen die neuen Regeln der Stadt Dresden.
Straßenkünstler protestieren am 1. August gegen die neuen Regeln der Stadt Dresden.

© Norbert Millauer

Die Straßenkunst wird rar in Dresden. Seit gut einer Woche gelten für Musiker, Artisten und Darsteller in der Stadt neue Regeln. Sie sind nun deutlich weniger in der Öffentlichkeit zu sehen. Das bestätigen auch die Zahlen der Stadt. Bis zu diesem Sonnabend hat die Stadt für Auftritte von Straßenkünstlern lediglich 35 Genehmigungen ausgestellt. Allein für Musiker stünden von Montag bis Sonnabend täglich insgesamt sieben zur Verfügung.

„Das Kontingent an Erlaubnissen wurde bisher an keinem Tag ausgeschöpft“, erklärt Rathaussprecherin Nora Jantzen. Ausgestellt werden sie im Sachgebiet Straßenverwaltung des Straßen- und Tiefbauamtes. Vor der Behörde hätten sich in den vergangenen Tagen jedoch keine Schlangen gebildet. „Daher mussten auch keine Künstler weggeschickt werden“, fügt sie hinzu. Ebenso wenig hätten immer dieselben Künstler eine Erlaubnis erhalten.

Der Gemeindliche Vollzugsdienst der Stadt überprüft derweil die Einhaltung der neuen Regelungen. Bereits in den letzten beiden Juliwochenenden hatten die städtischen Mitarbeiter mit Straßenkünstlern gesprochen und Informationsblätter verteilt. Ein Verstoß gegen die Neuregelung würde die Künstler nun eine Geldbuße in Höhe von bis zu 500 Euro kosten. Straßenmusiker müssen jede Stunde ihren Standort wechseln. Auch dieses Rotieren überprüft die Stadt nun.

In den vergangenen Wochen hatten Straßenkünstler immer wieder kritisiert, dass es vor allem im vergangenen Jahr keine Kontrollen gegeben hätte und die Situation mit bettelnden Musikern deshalb auch überhand nahm, was letztlich zur neuen Verordnung führte. Die Stadt sieht das anders. Neue Vorschriften hätte es bereits Anfang 2013 gegeben, diese wurden aber wieder aufgehoben. „Da es keine Regelungen gab, konnten auch keine diesbezüglichen Kontrollen durchgeführt werden“, sagt Nora Jantzen. (jam)

Leser-Kommentare

Seite 1 von 2

Insgesamt 6 Kommentare

Alle Kommentare anzeigen

  1. Wiltraud Wut

    Es ist einfach angenehmer ohne ständige Beschallung durch die Stadt mit Gästen zu laufen.Warum wird inDD soviel Aufregung deswegen erzeugt? In anderen städten ist es auch schon streng geregelt. Wir sahen nur den "weißen Engel ",einen Drachen und Bettler vor der Frauenkirche. Wahrscheinlich können sie unsere Sprache nicht lesen !! Wo erreicht man eigentlich am Wochenende jemanden vom Ordnungsamt, um auf Unzulänglichkeiten hinzuweisen, z. B. Radfahrer im Zwinger und auf der Brühlschen Terrasse?

  2. Uta Füger

    So ein Schwachsinn, gegen die Straßenkünstler vorzugehen! Da wiehert wiedereinmal der Amtsschimmel. Stattdessen sollte energisch gegen die Bettler vorgegangen werden, die dem Ansehen unserer Stadt so sehr schaden. Ekelhaft, diese Gestalten. Wem die Darbietungen der Musiker und der anderen Künstler nicht zusagen, braucht ihnen ja kein Geld geben. Solche Reichtümer werden sie sicherlich nicht damit erwerben, aber die Stadt zockt sie noch ab!

  3. Roba

    @"Wiltraut Wut": Wie oft laufen Sie im Jahr "unter ständiger Beschallung mit Gästen durch die Stadt"? Wahrscheinlich nie. Was haben Radfahrer "im Zwinger und auf der Brühlschen Terrasse" mit Straßenkünstlern zu tun? Nichts! Empfehlung: "Wut"-entbrannt Dresden meiden!

  4. Pirad

    Schade. Ich finde die Straßenkünstler eine echte Bereicherung für die Stadt und die Regelung mit der Erlaubnis ungünstig. Zum Beispiel über den Mann mit den Seifenblasen auf dem Neumarkt habe ich mich immer gefreut (und den Menschen die stehen blieben zu Folge war ich da nicht der einzige). Warum der jetzt nur noch 2 mal die Woche kommen darf und alle Stunde den Ort wechseln sollte, das kann ich nicht nachvollziehen. Unsere Innenstädte verkommen immer mehr zu konsumoptimierten Einkaufsgegenden ohne Leben. In den Museen und Theatern soll man viel Geld für Kultur lassen und auf den Straßen wird sie vertieben. Irgendwann werden das die Touristen auch merken. Echt schade.

  5. Kai Münzberg

    Also ich finde die Lösung mit den Strassenkünstler super . Ich arbeite am Neumarkt . Es nervt einfach nur jeden Tag das gleiche zu hören und sehen . Und wenn man Sie ansprechen tut , weil Sie sich nicht an unsere Hausordnung halten , wird man bloß blöde angemacht . Klar tut es mir auch leid , für die Künstler die sich an die Spielregeln halten . Aber entweder alle oder keiner .

Alle Kommentare anzeigen

Seite 1 von 2

Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.