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Montag, 21.01.2013

Weniger Autos auf den Elbbrücken

Trotz steigender Einwohnerzahlen nimmt die Zahl der Autos ab. Die Dresdner weichen auf andere Verkehrsmittel aus.

Von Tobias Winzer

Die Loschwitzer Brücke, besser bekannt unter dem Namen „Blaues Wunder“ (Symbolfoto).
Die Loschwitzer Brücke, besser bekannt unter dem Namen „Blaues Wunder“ (Symbolfoto).

© dpa

Auf Dresdens Straßen sind offenbar immer weniger Autos und Laster unterwegs. Wie aus aktuellen Daten der Stadt hervorgeht, rollen über die Elbbrücken etwa zehn Prozent weniger Fahrzeuge als noch vor zehn Jahren. Zwischen 2008 und 2011 sank die Zahl von rund 201.000 Autos und Laster auf rund 195.000. Nicht eingerechnet ist allerdings die Autobahnbrücke. Die Daten von den Elbbrücken gelten unter Verkehrsexperten als wichtige Indikatoren für die Entwicklung der Verkehrsmenge in der gesamten Stadt.

Während der Auto- und Lastwagenverkehr auf der Marienbrücke und auf der Flügelwegbrücke in den vergangenen Jahren leicht zugenommen hat und auf der Augustusbrücke auf niedrigem Niveau stagniert, hat er auf der Albertbrücke, der Carolabrücke und auf dem Blauen Wunder abgenommen. Den größten Rückgang gab es auf der Albertbrücke. 2008 rollten noch täglich 39.800 Autos und Laster über die Elbquerung. 2011 waren es nur noch 31.000.

Die sinkenden Verkehrszahlen sind unter anderem mit der Eröffnung der Autobahn 17 vor sieben Jahren zu erklären. Erfreulich für Dresden: Anders als erwartet, haben sich die Belastungen auf den Zufahrtsstraßen zur Autobahn nicht erhöht. Die Summe der gezählten Autos und Laster ist seit 2005 konstant und gegenüber 2003 sogar rückläufig. Das geht aus einer Analyse der Stadt zur Vorbereitung des Verkehrsentwicklungsplans hervor. Das Zukunftskonzept soll Anfang dieses Jahres vorgestellt werden. Diese Daten seien umso bemerkenswerter, weil die Zahl der Pendler nach Dresden im gleichen Zeitraum gestiegen sei, heißt es.

Die Stadt geht davon aus, dass sie vermehrt das Auto stehen lassen und stattdessen das erweiterte S-Bahn-Angebot nutzen. Innerhalb Dresden steigen auch viele aufs Fahrrad um. Derzeit werden rund 16 Prozent aller Wege mit dem Rad erledigt. 1998 waren es noch zehn Prozent. Im gleichen Zeitraum sank der Kfz-Anteil von 44 auf 41 Prozent.