erweiterte Suche
Samstag, 30.09.2017

Weniger Arbeitslose unter 25

Die Zahl der Arbeitslosen ist weiter gesunken. 375 Jugendliche können nun ganz auf den Gang zur Arbeitsagentur verzichten.

Bild 1 von 2

© Symbolfoto: dpa

Region Döbeln. Im Landkreis Mittelsachsen sind im September insgesamt 8 773 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 278 Frauen und Männer weniger als im Vormonat und 1 154 weniger als 2016. Vor allem in der Region Döbeln sei dieser Rückgang spürbar, wie Antje Schubert, Sprecherin der Agentur für Arbeit Freiberg, am Freitag mitteilte. Gegenüber dem Vorjahr betrage dieser 17,6 Prozent. Das entspreche 473 Frauen und Männern.

Ein Rückgang der Arbeitslosigkeit sei im September zwar üblich. In diesem Jahr sei er jedoch außergewöhnlich stark. Es hätten sich deutlich weniger 15- bis 25-Jährige arbeitslos gemeldet. Zudem müssten 375 Jugendliche die Dienste der Arbeitsagentur nicht länger in Anspruch nehmen. „97 gehen nun einer Erwerbstätigkeit nach, 173 nahmen eine Ausbildung auf oder an einer sonstigen Maßnahme teil“, erklärte Susan Heine, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Freiberg.

Insgesamt haben im September 2 208 Einwohner des Altkreises keine feste Arbeitsstelle. Das Verhältnis an Männern und Frauen hält sich dabei fast die Waage. Der Großteil davon sind Langzeitarbeitslose. Zu diesem Personenkreis zählt, wer ein Jahr und länger bei der Agentur für Arbeit als arbeitslos gemeldet ist. In der Region Döbeln betrifft dies 969 Menschen.

Damit folgt der Regionalbereich Döbeln dem Gesamttrend im Agenturbereich: Neu beziehungsweise erneut arbeitslos meldeten sich im September 1 938 Personen. Davon wurden 666 nach vorheriger Erwerbstätigkeit und 547 nach einer Ausbildung oder einer Maßnahme arbeitslos. „Demgegenüber stehen 2 208 Personen, die ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 721 von ihnen nahmen eine Beschäftigung auf, 606 eine Ausbildung oder Maßnahme“, so Antje Schubert. Seit Jahresbeginn wurden der Agentur 6 534 neue Stellen gemeldet. Damit meldeten die Unternehmen im Landkreis Mittelsachsen 595 Stellen weniger als zum selben Zeitpunkt im vergangenen Jahr, ergänzte sie. (DA/sol)