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Was soll das? Samstag, 22.12.2012

Weltaufgang

Die sehnsüchtig erwartete Apokalypse ist ausgeblieben. Aber es wird an einer neuen gearbeitet.

Von Thomas Bärsch

© dpa

Wenige Stunden nach dem gescheiterten Weltuntergang macht sich in ganz Deutschland Panik breit. Landauf, landab wird nach Verantwortlichen für Entscheidungen gesucht, die nie getroffen worden wären, hätte man nicht das Ende erwartet.

Bei den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern will niemand schuld daran sein, dass das Weihnachtsprogramm hundert Wiederholungen des Films „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ enthält. SPD-Chef Sigmar Gabriel kündigte an, seinen Wohnsitz in Sachsen-Anhalt aufzugeben. Er war dorthin gezogen, um sich auf den Weltuntergang einzustimmen. Das Bundesverkehrsministerium versucht zu erklären, warum wegen der ausgebliebenen Apokalypse die Bahnstrecke Dresden – Berlin nun doch nicht schon bis 2020 fertig modernisiert sein kann.

Die FDP-Spitze berät unterdessen, ob es klug war, Dirk Niebel zu erlauben, in den letzten zehn Tagen als Minister verkleidet mehr öffentliche Erklärungen abzugeben als die Kanzlerin.

www.thomasbaersch.de

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