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Samstag, 30.01.2016

Weiter alles unklar in Choren

Vielleicht kommen noch keine Asylbewerber in die Schule. Vielleicht aber doch.

Die Chorener haben sich im künftigen Notquartier umschauen dürfen.
Die Chorener haben sich im künftigen Notquartier umschauen dürfen.

© DA

Choren. Ziehen in der nächsten Woche die ersten Asylbewerber in der Chorener Schule ein oder nicht und wie viele sind es? Diese Frage blieb beim Tag der offenen Tür am Donnerstag offen (DA berichtete). Die Bürgerinitiative ging nach einem Anruf des stellvertretenden Ministerpräsidenten Martin Dulig (SPD) davon aus, dass die Belegung noch nicht erfolgt, das gesamte Konzept für bis zu 220 Bewohner überdacht wird und dass vor allem Familien nach Choren kommen. Das Landratsamt Mittelsachsen sprach dagegen von einer Belegung möglicherweise schon am Dienstag mit 30 bis 40 Bewohnern – ob alleinstehende Männer oder Familien, das war noch völlig unklar.

Minister und Landrat im Gespräch

Tatsache ist: Nachdem die Bewohner eine Petition an Martin Dulig übergeben hatten, telefonierte dieser mit dem Landrat Matthias Damm. Das Ergebnis des Gesprächs: „Eine konkrete Aussage zur Belegung konnte nicht getroffen werden, dies ist abhängig von der Zuweisung durch den Freistaat, dabei ist die Anzahl und Sozialstruktur der zugewiesenen Asylbewerber entscheidend. Nur in diesem Kontext ist eine Belegung der Objekte möglich“, so André Kaiser, Pressesprecher des Landratsamts Mittelsachsen, auf Nachfrage.

Das Landratsamt bleibt aber bei seiner Aussage, dass nur dann Asylbewerber in Choren einquartiert werden, wenn es keine anderen Unterbringungsmöglichkeiten gibt. Und da sah es zumindest gestern für die Chorener nicht schlecht aus. „Die derzeitigen Zuweisungen lassen es zu, dass das Objekt nach heutigem Stand kommende Woche nicht belegt wird“, so Kaiser. (DA/jh)