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Dienstag, 22.03.2016

Weiße Flotte verkauft zwei Schiffe

Die Sächsische Dampfschiffahrt erhöht trotz Verlusten zwar nicht die Preise für die Dampferfahrten auf der Elbe. Allerdings will sie sich von zwei ihrer Schiffe trennen.

Das Motorschiff „Bad Schandau“ ist eines der beiden Schiffe, die verkauft werden sollen.
Das Motorschiff „Bad Schandau“ ist eines der beiden Schiffe, die verkauft werden sollen.

© Sächsische Dampfschiffahrt

Dresden. Die Sächsische Dampfschiffahrt wird die Preise für Linienfahrten in diesem Jahr nicht erhöhen. Das erklärte Flotten-Chefin Karin Hildebrand am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Nur die 90-minütige Stadtrundfahrt wird teurer. Kostete sie bisher 16 Euro werden nun 17,50 Euro fällig. Außerdem sollen die Stadtrundfahrten in den Sommermonaten öfter angeboten werden. Statt drei Mal mal pro Tag rücken die Schiffe nun vier Mal aus.

Hildebrand bekräftigte außerdem, keine historischen Dampfer verkaufen zu wollen. In den vergangenen Wochen hatte es Diskussionen gegeben, ob die Weiße Flotte sich wegen der schlechten Bilanz des Jahres 2015 von einigen Schiffen trennen muss. Tatsächlich sollen Käufer für die betagten Motorschiffe Lilienstein und Bad Schandau gefunden werden. Die beiden Schiffe müssten in naher Zukunft umgebaut werden, weil sie nicht mehr zeitgemäß sind. Stattdessen will die Sächsische Dampfschiffahrt, die sich mit der ältesten und größten Raddampferflotte der Welt rühmt, eines neues Schiff anschaffen, das weniger Tiefgang hat und daher auch bei Niedrigwasser noch fahren lann.

Die Zahl der verkauften Fahrscheine ging im vergangenen Jahr um 30 Prozent auf rund 402 000 Tickets zurück, teilte das Traditionsunternehmen mit. Zahlen zu Umsatz und Gewinn beziehungsweise Verlust nannte die Dampfschiffahrt allerdings nicht. Es werde aber ein deutliches Minus geben.

Die miese Bilanz des Unternehmens für 2015 resultiert aus einer langen Niedrigwasserperiode mitten in der Saison. Drei Monate konnten die Schiffe nur eingeschränkt fahren, davon 15 Tage überhaupt nicht.

Das Minus wurde nach Firmenangaben zumindest etwas aufgefangen durch das Tochterunternehmen Elbezeit, das für das Catering an Bord verantwortlich zeichnet. Es seien mehr Aufträge an Land wie etwa die Übernahme der Gastronomie am Flughafen oder im Dresdner Zoo hinzugekommen. Dadurch habe man das schlechte Jahr 2015 zwar nicht ganz kompensieren können. „Aber wir schauen positiv in die Zukunft“, so Hildebrand. (SZ/two/dpa)