erweiterte Suche
Dienstag, 01.11.2016

Wasserschacht des Brunnenwunders neu errichtet

Zum 150. Jubiläum der Rettung zweier Brunnenbauer wurde der Pfarrbrunnen neu gefasst.

Von Kathrin Krüger-Mlaouhia

Gemälde vom „Brunnenwunder“ in Ponickau.
Gemälde vom „Brunnenwunder“ in Ponickau.

© Brühl

Ponickau. Der Auftakt zu den Feierlichkeiten „150 Jahre Brunnenwunder zu Ponickau“ ist erfolgt: die Ausstellung in der Kirche eröffnet, das Musical aufgeführt. Die Ponickauer haben aber noch etwas anderes geschafft. Auf dem Pfarrhof wurde der Brunnen, in dem sich 1866 die Rettung zweier verschütteter Brüder zugetragen hat – was als Brunnenwunder bezeichnet wird – wieder neu gefasst.

Dem Engagement von Jürgen Schumann und Friedemann Böhme aus Ponickau ist das zu verdanken. 20 Meter war dieser Brunnen vor 150 Jahren tief, denn erst dort unten stießen die Bauleute auf eine wasserführende Schicht. „Bis zum Ersten Weltkrieg war der Brunnen in Betrieb, dann wurde er zugeschüttet“, erzählt Ausstellungsmacher Frank Schneider. Erst 1984 beim Bau der Wasserleitung wurde der Wasserschacht wiederentdeckt. In Vorbereitung der Jubiläumsveranstaltungen gelang es nun, den fast vergessenen Brunnen mit einer Tiefe von vier Metern wieder aufzubauen. „Zahlreiche Spenden von Baumaterial haben zum Gelingen beigetragen“, sagt Frank Schneider. So ist das Erdbauwerk heute ein anschauliches Zeugnis für das „Wunder“ von vor 150 Jahren.

Am eigentlichen Tag der Rettung der beiden verschütteten Brunnenbauer, dem 19. Dezember um 17 Uhr, wird es eine Bläserandacht am neu gefassten Brunnen geben. Bereits am 9. Dezember wird der Linzer Ortshistoriker Frank Schneider, der sich ausführlich mit dem Brunnenwunder beschäftigte, in der Kirche einen Vortrag in Form einer Erinnerung des damaligen Pfarrers Auerswald halten: 19 Uhr .

Für den dritten Advent, 14.30 Uhr wird zu einem Festgottesdienst mit dem Landesbischof Dr. Carsten Rentzing eingeladen. Dabei soll das aus Mitteln der Sparkassenstiftung restaurierte großformatige Ölbild des Brunnenwunders von 1916 enthüllt werden. Es zeigt den Augenblick der Rettung nach elf Tagen. Die Ausstellung ist bis zum 18. Dezember zu sehen.