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Freitag, 24.02.2017

Was nach dem Protest der Schüler folgt

Zu eng, zu laut, zu wenig Außengelände – die Copitzer Grundschule kämpfte mit vielen Problemen. Wird nun alles gut?

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Schüler und Hortkinder der Diesterweg-Grundschule protestierten 2016 mehrfach gegen die Platznot in der Bildungsstätte. Vor allem für den Hort wünschten sie sich wieder ausreichend Platz. Der Protest hatte Erfolg: Der Hort bekommt einen Neubau mit den bisher schon angebotenen 185 Plätzen.
Schüler und Hortkinder der Diesterweg-Grundschule protestierten 2016 mehrfach gegen die Platznot in der Bildungsstätte. Vor allem für den Hort wünschten sie sich wieder ausreichend Platz. Der Protest hatte Erfolg: Der Hort bekommt einen Neubau mit den bisher schon angebotenen 185 Plätzen.

© Archivfoto: Daniel Förster

  • Schüler und Hortkinder der Diesterweg-Grundschule protestierten 2016 mehrfach gegen die Platznot in der Bildungsstätte. Vor allem für den Hort wünschten sie sich wieder ausreichend Platz. Der Protest hatte Erfolg: Der Hort bekommt einen Neubau mit den bisher schon angebotenen 185 Plätzen.
    Schüler und Hortkinder der Diesterweg-Grundschule protestierten 2016 mehrfach gegen die Platznot in der Bildungsstätte. Vor allem für den Hort wünschten sie sich wieder ausreichend Platz. Der Protest hatte Erfolg: Der Hort bekommt einen Neubau mit den bisher schon angebotenen 185 Plätzen.
  • Bald blühende Landschaften statt Tristesse? Der bislang unfertige Nordhof der Diesterweg-Grundschule soll bis Mai fertig umgestaltet sein, damit ihn die Schüler dann wieder nutzen können.
    Bald blühende Landschaften statt Tristesse? Der bislang unfertige Nordhof der Diesterweg-Grundschule soll bis Mai fertig umgestaltet sein, damit ihn die Schüler dann wieder nutzen können.

Pirna. Wenn sich einmal Probleme häufen, dann meist richtig. Schüler der Copitzer Diesterweg-Grundschule, ihre Eltern, aber auch Horterzieher und Lehrer können ein Lied davon singen. Ein äußerst bewegtes Jahr liegt hinter allen. Die Unruhe hat im Wesentlichen drei Ursachen: Aufgrund steigender Geburtenzahlen, vermehrter Zuzüge und der Integration von Flüchtlingskindern brauchte die Bildungsstätte relativ rasch mehr Platz, den es allerdings nicht gab. So hieß es also: zusammenrücken. Weil es nicht genügend freie Klassenräume gab, mussten einige Zimmer doppelt belegt werden – als Hort- und als Unterrichtsraum. Viele Eltern liefen Sturm dagegen. Wegen der vielen Kinder ging es zudem ungewöhnlich laut zu im Schulhaus. Und wegen angefangener, dann aber unterbrochener Bauarbeiten konnten die Schüler das ganze Jahr 2016 bis jetzt den Nordhof des Schulgeländes nicht benutzen. Doch nun tut sich etwas. Die SZ fasst die wichtigen Punkte zusammen.

Das ändert sich in der Grundschule

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Der Hort „Die Schlaufüchse“ bekommt einen Neubau und zieht aus der Schule

Schüler, Eltern und Mitarbeiter des Hortes „Die Schlaufüchse“, der bislang im Schulhaus seinen Sitz hat, protestierten mehrfach öffentlich und im Stadtrat gegen die Doppelnutzung der Zimmer. Pirna hatte diese Regelung sowieso nur auf ein Schuljahr befristet, eine richtige Lösung musste also her. Zunächst war geplant, interimsmäßig Container für die Hortkinder im Schulgelände aufzustellen, damit sie wieder ausreichend Platz haben. Allerdings fand sich kein so richtig geeigneter Standort. Darüber hinaus bestand auch die Gefahr, dass selbst die Containerlösung nicht von Dauer sein könnte – da die Schule in den nächsten Jahren wegen höherer Schülerzahlen und umfassender Sanierungsarbeiten noch mehr Platz für sich braucht. In diesem Fall wäre die nächste Interimslösung fällig geworden. Nach vielen Sitzungen gab es dann einen Vorschlag, mit dem sich alle arrangieren konnten: Der Hort bekommt ein neues Gebäude und zieht aus der Schule aus. Die Stadtentwicklungsgesellschaft Pirna baut die Einrichtung für 185 Kinder auf dem Areal der früheren Haußner-Schule an der Schillerstraße in Copitz. Das Haus soll noch in diesem Jahr fertig werden, der Termin zum Schuljahresstart ist aber wohl nicht zu halten.

Im Speisesaal und in der Küche wird es bald leiser

Lärm ist schon länger ein Dauerthema in der Diesterweg-Grundschule. Messungen der Berufsgenossenschaft ergaben unlängst, dass der Schall in manchen Bereichen weitaus länger als vorgeschrieben braucht, um wieder aus den Räumen zu weichen. Besonders schlimm ist es im Speisesaal. Dieser Raum und die Küche sollen in diesem Jahr modernisiert werden. Vorgesehen ist, diesen Bereich mit neuer Technik auszustatten. Und es soll mittels Umbauten erreicht werden, dass es in den Räumen künftig leiser zugeht.

Nordhof der Schule wird fertig umgestaltet

Der bislang unfertige Nordhof soll bis Mai 2017 umgestaltet und dann wieder freigegeben werden. Im Zuge der ausstehenden Arbeiten werden Arbeiter große Flächen des Pausenhofes sowie den Hort- und Wirtschaftshof und die Feuerwehrzufahrten neu pflastern. Zudem errichten sie Fertigteilgaragen als Lagergebäude für den Hausmeister sowie für Sport- und Spielgeräte. Für den Sportunterricht entstehen eine neue Laufbahn und eine neue Sprunggrube. Zum Abschluss wird das gesamte Areal neu eingezäunt.