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Donnerstag, 04.01.2018

Was Dresden dieses Jahr bewegt

Der Neumarkt wird grün, das Elbufer weiß und der Große Garten bekommt hohen Besuch – eine Vorschau auf 2018.


Erster Ski-Weltcup am Dresdner Elbufer
© Robert Michael, dpa; Montage: SZ

Wer hätte in Zeiten des Klimawandels gedacht, dass Dresden mal zum Wintersport-Ort aufsteigen würde? Tatsächlich kommt die Skilanglauf-Elite am 13. und 14. Januar an die Elbe, um beim Weltcup am Königsufer anzutreten. Der Radweg wird zur Piste umfunktioniert, das Filmnächte-Gelände zur Zuschauerarena für rund 3 000 Besucher.

Vom Himmel kommt der Schnee wahrscheinlich nicht. Bislang fehlt nicht nur die weiße Pracht. Auch die Temperaturen sind viel zu hoch. Deshalb muss der Schnee künstlich hergestellt werden. Der Weltcup 2019 findet wieder an der Elbe statt. (SZ/sr)


Bautzner Straße bekommt Fahrradwege
© Christian Juppe

Schon im vergangenen Jahr sollte die Bautzner Straße zwischen Albertplatz und Hoyerswerdaer Straße von Grund auf erneuert werden. Doch die Stadt hat lange gebraucht, um eine Lösung für die denkmalgeschützten Eibenbüsche zur Elbe hin zu finden. Ein Radweg soll zwischen Grünanlage und Straße angelegt werden. Im Dezember sind die Pläne nun öffentlich ausgelegt worden.

Das Verfahren sieht vor, Kritiken zu prüfen und gegebenenfalls in die Pläne einzuarbeiten. Auf dem Abschnitt soll nicht nur die Fahrbahn saniert werden. Die DVB wollen auch neue Gleise verlegen und den Abstand dazwischen vergrößern. (SZ/sr mit sh)


Der Neumarkt wird endlich grün
© Visualisierung: Rehwaldt Landschaftsarchitekten

Hunderttausende Pflastersteine, aber kaum ein Baum: Wer auf dem Dresdner Neumarkt ein schattiges Plätzchen sucht, musste bisher in ein Café einkehren. Das soll sich dieses Jahr ändern. Im Herbst bekommt der Neumarkt 28 Bäume. Vor dem Quartier VI, das derzeit gebaut wird, werden Platanen gepflanzt. Im Frühjahr 2019 wird der Park feierlich eröffnet. Zunächst sollte das Gewandhaus an dieser Stelle wiederaufgebaut werden. Doch der Stadtrat entschied sich nach heftigen Protesten dagegen. 2011 wurde das „Grüne Gewandhaus“ beschlossen. Kosten: 1,1 Millionen Euro. (SZ/sr)


Den Abflug machen zu elf neuen Reisezielen ab Klotzsche
© Ronald Bonss

Der Flughafen startet 2018 richtig durch. Elf neue Reiseziele stehen im Sommerflugplan - das gab es lange nicht. Die Reihe der Erstflüge führt die türkische Airline „Tailwind“ am 28. März an. Einmal die Woche fliegt sie in die Küstenstadt Bodrum.

Schon fast Langstrecke fliegt Condor ab Ende April. Immer montags wird die Fluggesellschaft im Vollcharter nach Dubai abheben.

Wer Barcelona im Flugplan vermisst hat: Germania wird ab dem Mai dreimal die Woche in Richtung Coasta Brava starten. Die Berliner Airline bringt außerdem Lamezia Therme, Thessaloniki und Monastir zurück auf die Dresdner Abflugtafel.

Neu sind auch Athen und Bastia auf Korsika. Small Planet Airlines wird die Insel Malta und den ägyptischen Hafenort Marsa Alam ins Programm nehmen. (SZ/sr)


Der Baustopp an der Oskarstraße wird aufgehoben
© Christian Juppe

Die ersten Straßenbahnen hätten im Dezember über die Oskarstraße in Strehlen rollen sollen. Doch Anlieger hatten Fehler im Planungsverfahren für die neuen Gleise beanstandet. Im Frühjahr 2017 wurde deshalb ein Baustopp verhängt. Die Stadt ist überzeugt, dass die neue Prüfung der Unterlagen nicht zu einer Änderung der Pläne führt.

Das würde bedeuten, dass alle Details bleiben, wie gehabt. Aktuell liegen die Pläne für die Baustelle bei der Landesdirektion aus. Eine Entscheidung wird dringend erwartet, so die Dresdner Verkehrsbetriebe. (SZ/sr mit csp)


Das Blaue Wunder verliert eine Fahrspur
© Sven Ellger

Die Loschwitzer Brücke ist in die Jahre gekommen. Ab April sollen nun verformte und beschädigte Stahlteile erneuert werden, unter anderem die Geländer direkt neben der Straße. Die Folge: Während dieser Zeit, also bis Oktober, bleibt die zweite Fahrspur in Richtung Blasewitz für Kraftfahrer gesperrt.

Die Stadt will beobachten, ob sich dadurch kilometerlange Staus bilden. Ist das nicht der Fall, könnte die Spur für immer dichtgemacht werden.

Die Verwaltung sieht dadurch Chancen, den Verkehr und somit die Luftverschmutzung im Bereich des Blauen Wunders zu reduzieren. Die Brücke ist eine der am stärksten befahrenen in Dresden. In Richtung Blasewitz rollen täglich etwa 13 000 Kraftfahrzeuge auf zwei Spuren. (SZ/sr mit phi)


Prozess gegen Moschee-Bomber
© Polizei DD

Mit zwei großen Gerichtsverhandlungen haben es die Richter am Dresdner Landgericht in diesem Jahr zu tun. Nino K. soll im September 2016 eine selbst gebastelte Rohrbombe, die mit mehreren Behältern brennbarer Flüssigkeit versehen war, vor der Moschee in Cotta gezündet haben.

Die Tat wird auch als versuchter Mord angeklagt. Danach soll K. auf dem Dach des Kongresszentrums einen zweiten Spreng- und Brandsatz abgelegt haben, der ebenfalls detonierte.

Von Mord geht die Staatsanwaltschaft bei Shahjahan B. aus. Er soll im April 2017 seine Freundin in deren Wohnung in der Dresdner Neustadt erstochen haben. Auch in diesem Fall muss das Landgericht noch über die Eröffnung des Verfahrens entscheiden. (SZ/sr)


Toten Hosen, Amy Macdonald und Nena kommen
© Ina Fassbender/dpa

Gäbe es einen Pokal für den Konzert-König des Jahres, Roland Kaiser würde ihn bekommen – schon wieder. Fünfmal reist er 2018 nach Dresden, erstmals zur Schlagernacht am 16. Juni im DDV-Stadion, zu dem sich auch Matthias Reim, Howard Carpendale, Marianne Rosenberg und Maite Kelly angekündigt haben. Das ist gleichzeitig Kaisers einziges Konzert, für das es noch Karten gibt.

Die Kaisermania-Wochenenden im August bei den Filmnächten am Elbufer sind seit Monaten restlos ausverkauft. Der Schlagerstar wird den Konzertkalender aber nicht allein füllen: Schon am 2. Juni stehen die Toten Hosen im DDV-Stadion auf der Bühne.

Nena nimmt ihre Fans am 23. Juni in der Jungen Garde mit auf die „Nichts versäumt“-Tour. Und auch die britischen Sternchen Amy Macdonald (19. Juli) und James Blunt (24. Juli) kommen in den Großen Garten.

Eine deutsche Band wird das Königsufer regelrecht zum Beben bringen: Scooter ist am 18. August bei den Filmnächten zu sehen. Die Woche drauf folgt ihnen das norwegische Trio „a-ha“, das vor allem in den 80er-Jahren Erfolge feierte. (SZ/sr)


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